Fußball
Südafrika bangt um WM-Qualifikation

Nach einer 1:3-Pleite in der Afrika-Qualifikation gegen Burkina Faso bangt Südafrika um die Qualifikation zur WM 2006 in Deutschland. Aus eigener Kraft können die Südafrikaner die Endrunde nicht mehr erreichen.

Vor dem Länderspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft am Mittwoch (20.30 Uhr/live in der ARD) in Bremen plagen das Nationalteam Südafrikas ganz andere Sorgen. Die dritte WM-Teilnahme nach 1998 und 2002 ist in weite Ferne gerückt. In der Afrika-Qualifikation erlitt "Bafana, Bafana" ein 1:3 (0:2) in Ouagadougou gegen Burkina Faso und musste einen schweren Rückschlag hinnehmen. Der Treffer des eingewechselten Bielefelder Bundesliga-Legionärs Sibusiso Zuma (75.) war zu wenig. Abdoulaye Cisse (32./48., Foulelfmeter) und Kebe Yahia (39.) schossen die Gastgeber zum Sieg.

Die Südafrikaner belegen zwar weiterhin den zweiten Platz hinter Ghana. Allerdings haben die Ghanaer noch am Sonntag gegen Uganda die Möglichkeit, die Tabellenführung zu festigen. Sie brauchen nur noch vier Zähler aus zwei Spielen. Die Mannschaft vom Kap der Guten Hoffnung braucht Schützenhilfe, um doch noch zur WM-Endrunde nach Deutschland zu fahren (9. Juni bis 9. Juli 2006).

Südafrika-Coach Baxter "niedergeschlagen und enttäuscht"

Entsprechend niedergeschlagen war Südafrikas englischer Cheftrainer Stuart Baxter: "Meine Spieler sind mit dem Druck nicht fertig geworden, das ist wirklich enttäuschend. Wir haben ihnen zwei Tore geschenkt und gerieten danach immer wieder in Bedrängnis. Ich bin niedergeschlagen und enttäuscht."

Der WM-Gastgeber von 2010 hatte vor allem mit Stürmer Cisse, der beim SC Montpellier unter Vertrag steht, große Probleme. Er ließ die südafrikanische Abwehr immer wieder alt aussehen. Cisse war es auch, der nach der Pause von Mbubelo Mabizela im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Den Strafstoß verwandelte der Gefoulte höchstpersönlich.

Bundesliga-Legionär Zuma trifft

Einziger Hoffnungsschimmer für die Südafrikaner war der Treffer von Zuma auf Vorarbeit von Benni Mccarthy und Steven Pienaar. Allerdings kamen die Hausherren trotzdem nicht mehr in Bedrängnis. "Das ist ein toller Sieg für uns", meinte Burkina-Faso-Coach Bernard Simondi, "es war ein großartiges Spiel, und wir haben guten Fußball gezeigt."

Es erscheint fraglich, ob "Bafana, Bafana" (Die Jungs) im Weserstadion wieder einen gefestigteren Eindruck hinterlassen können. Es ist der dritte Länderspielvergleich mit Deutschland nach dem torlosen Remis am 15. Dezember 1995 in Johannesburg. Am 15. November 1997 folgte das 0:3 in Düsseldorf.

© SID

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