Tabellenletzter
Stuttgart patzt beim Auftaktspiel

Schlimmer konnte es für die Stuttgarter kaum kommen: In einer höchstens mittelmäßigen Partie fand die neu formierte Mannschaft kaum zu sich selbst und ließ sich von einem durchschnittlich spielenden 1. FC Nürnberg im heimischen Daimler-Stadion regelrecht abfrühstücken.

HB STUTTGART. Der neu formierte VfB Stuttgart hat einen kapitalem Fehlstart in die Fußball-Bundesliga hingelegt. Die Mannschaft von Armin Veh verlor am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg mit 0:3 (0:2) und erinnerte dabei an das erfolglose Intermezzo unter Giovanni Trapattoni. Vor 39 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler- Stadion trafen Robert Vittek in der 27. Minute, Markus Schroth (45.+ 1) und Ivan Saenko (78.) zum verdienten Nürnberger Sieg. Während bei den Gastgebern nichts zusammenlief, genügte Nürnberg in einer allenfalls mittelmäßigen Partie eine durchschnittliche Leistung zum ungefährdeten Erfolg und dem überraschenden Sprung an die Tabellenspitze.

Der VfB musste auf seinen Mannschaftskapitän Fernando Meira verzichten, der nach einer am Dienstag erlittenen Oberschenkelverletzung nicht rechtzeitig fit geworden war. Für den Portugiesen kam überraschend Neuzugang Alexander Farnerud ins Mittelfeld, obwohl der schwedische U-21-Nationalspieler nach einem operativ entfernten Überbein noch Trainingsrückstand aufwies. Bei Nürnberg fehlten die Rekonvaleszenten Marek Mintal (Mittelfußbruch) und Javier Pinola (Nierenquetschung).

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Beide Mannschaften zeigten bei kühlen Temperaturen zunächst reinen Sommerfußball und beließen es in der Anfangsphase beim Abtasten. Mario Gomez (13.) für den VfB und Nürnbergs Robert Vittek (16.) hatten die ersten Torchancen einer zunächst zerfahrenen Partie. Eine Hereingabe von Ricardo Osorio konnte Nürnbergs Schlussmann Raphael Schäfer nicht festhalten, doch Daniel Bierofka schoss über das Tor (28.). Vier Minuten später forderten die Stuttgarter vehement einen indirekten Freistoß im Fünf-Meter-Raum, doch FIFA-Schiedsrichter Florian Meyer (Burgsdorf) wertete Reinhards Rückgabe an Schäfer als nicht absichtlich.

Aus dem völlig neu formierten VfB-Mittelfeld fehlten die Impulse für ein druckvolles Spiel und auch bei den wenigen Standards blieben die Gastgeber meist harmlos. Nach einer Freistoßflanke von Ivica Banovic traf Vittek zum 1:0 für den FCN. Doch auch nach dem Rückstand agierten die Schwaben zu einfallslos. Bezeichnend für das drucklose Spiel war, dass es erst in der 42. Minute den ersten Eckball für den VfB gab. Beim Nürnberger 2:0 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte degradierten Ivica Banovic und Torschütze Markus Schroth die Stuttgarter Abwehr zu hilflosen Statisten.

Jaouhar Mnari hätte kurz nach der Pause schon auf 3:0 erhöhen können, als wie Minuten später bei Vittek die Stuttgarter Defensive förmlich zu Gegentoren einlud. Auch die Einwechslungen von Antonio da Silva und Cacau nach einer Stunde belebten das schwäbische Offensivspiel nicht. Bei den wenigen Standards blieb der VfB harmlos, von den fünf Neuzugängen konnte mit Abstrichen nur der Mexikaner Osorio überzeugen. Saenko schloss einen Nürnberger Konter dann doch noch zum 3:0 ab.

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