„Technische Stärken ausspielen“
Mexiko gibt sich vor Angola-Spiel zuversichtlich

"Gegen Angola gilt es nun, unsere technischen Stärken auszuspielen", sagt Oswaldo Sanchez. Mexikos Nationaltorhüter denkt schon vor dem heutigen Spiel über den Achtelfinal-Einzug seiner Mannschaft nach.

Oswaldo Sanchez hat bereits den Schlüssel der Tür zum Achtelfinale entdeckt. "Den wollen wir jetzt auch umdrehen", sagt Mexikos Nationaltorhüter vor dem zweiten WM-Spiel am heutigen Freitag in Hannover gegen Angola (21.00 Uhr/live in der ARD und bei Premiere). Während die Kicker aus dem Land der Azteken mit einem 3:1 gegen den Iran gestartet waren, unterlag der WM-Neuling aus Afrika 0:1 gegen Portugal. "Gegen Angola gilt es nun, unsere technischen Stärken auszuspielen", erklärte Sanchez.

Die noch offene Frage im mexikanischen Team ist die Besetzung der Stürmerposition für den verletzten Top-Torjäger Jared Borgetti. Bewusst vorsichtig hat Francisco Fonseca, der mit elf Toren zweitbeste mexikanische Torschütze in der WM-Qualifikation, seine Ansprüche auf die Borgetti-Position angemeldet. "Ich stehe bereit und würde gern spielen, aber es ist die Entscheidung des Trainers", sagte "Kikin".

Coach La Volpe mag keine forschen Äußerungen

Die Zurückhaltung scheint angebracht, denn zu forsche Äußerungen mag Coach Ricardo La Volpe nicht, was Fonseca jüngst zu spüren bekam. Als er sich nach dem Länderspiel gegen Frankreich via Medien über seine Nichtberücksichtigung beschwerte, nannte La Volpe die Äußerungen "dummes Zeug".

Der Streit ist beigelegt, aber noch nicht vergessen: "Ich gebe in jedem Training 1 000 Prozent und unterstütze das Team auch von der Bank aus", meint der 26-Jährige, der beim Auftaktsieg gegen den Iran kurz nach der Halbzeit für den am Oberschenkel verletzten Borgetti eingewechselt worden war und den dritten Treffer vorbereitete.

Die Aufstellung wird kurzfristig bekannt gegeben

Ob er gegen Angola von Beginn an aufläuft, weiß noch niemand, denn La Volpe schweigt wie immer beharrlich: "Über die Aufstellung wird kurzfristig entschieden. Da ist noch keine Entscheidung gefallen", erklärt Guillermo Cantu, Technischer Direktor von El Tri.

"Das erste Ziel ist mit dem Sieg gegen Iran erreicht. Jetzt kommt der schwierigere Teil: uns zu behaupten", meinte Kapitän Rafael Marquez von Champions-League-Sieger FC Barcelona.

Die Angolaner fühlen sich derweil wohl in der Rolle des Außenseiters. "Wir wissen, dass Mexiko stark ist, aber wir werden ihnen das Leben schwer machen", versicherte Angolas Trainer Luis de Oliveira Goncalves.

Ein Psychologe soll es richten

Nach der Niederlage im WM-Premierenspiel gegen Portugal setzte der Trainer nun in der Vorbereitung auch auf die Hilfe eines Psychologen: "Er spricht mit den Spielern über Geist und Nerven und versucht, ihr Selbstvertrauen zu stärken", berichtete Teamsprecher Arlindo Macedo: "Ich weiß nicht genau, was er mit ihnen macht, aber sie kommen aus den Sitzungen und lachen."

Den Achtelfinal-Einzug hat Mittelfeldmann Figueiredo allerdings schon abgeschrieben, einen Sieg wünscht er sich trotzdem: "Für uns geht es um einen Achtungserfolg. Wir wussten immer, dass es fast unmöglich ist, die zweite Runde zu erreichen."

Akwa, mit 35 Treffern Rekordtorschütze seines Landes, forderte derweil Unterstützung im Sturm, wo er sich gegen Portugal allein gelassen fühlte. "Ich denke, der Trainer wird wieder die gleiche Taktik wählen, aber für mich wäre es besser, wenn wir mit zwei Stürmern spielen würden", so der Kapitän.

© SID

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