Fußball
"Telefon-Terror" bei Schiedsrichter Fleischer

Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer hat nach dem Bundesliga-Spiel zwischen Köln und Kaiserslautern am Samstag zahlreiche Drohanrufe erhalten. Hintergrund ist eine fragwürdige Elfmeterentscheidung für Kaiserslautern.

Nach seiner fragwürdigen Elfmeterentscheidung am vergangenen Samstag beim Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Kaiserslautern (2:3) sind bei Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer zahlreiche Drohanrufe eingegangen. "Seit Samstag herrscht bei mir der Telefon-Terror. Das ist keine angenehme Sache", sagte der Referee im DSF.

"Leider haben wir darauf keinen Einfluss"

Im Kölner Fan-Forum soll die Telefonnummer von Fleischer veröffentlicht worden sein. FC-Manager Andreas Rettig bedauert diesen Vorfall: "Das tut uns natürlich sehr Leid, aber leider haben wir darauf keinen Einfluss." Hintergrund des Ärgers war der von Fleischer verhängte Strafstoß in der Nachspielzeit der Bundesliga-Partie, als Lautern-Profi Ferydoon Zandi im Laufduell mit dem Kölner Abwehrspieler Christian Springer zu Fall gekommen war.

Springer droht derweil noch Ärger von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der den Abwehrspieler zu einer schriftlichen Anhörung aufgefordert hat. Springer hatte dem Schiedsrichter im Anschluss des Spiels Absicht unterstellt.

"Das war nicht so gemeint"

Inzwischen revidierte der Verteidiger seine Aussagen: "Das war nicht so gemeint. Ich wollte damit nur sagen, dass Herr Fleischer solche Situationen immer mit einem Elfmeter klären wird." Die Elfmeter-Entscheidung hatte im Kölner Lager umso mehr für Aufregung gesorgt, zumal Fleischer in der Partie bei Borussia Dortmund am 20. April 2002 schon einmal einen unberechtigten Elfmeter gegen den FC verhängt hatte. Bei der 1:2-Niederlage wurde damals der Kölner Abstieg so gut wie besiegelt.

© SID

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