Terrorangst bei der EM
Ein Fußballfest im Ausnahmezustand

Die Angst vor Terroranschlägen ist in Europa allgegenwärtig. Die näher rückende Fußball-EM ist für die französischen Sicherheitsbehörden ein Alptraum. Mit drastischen Sicherheitsmaßnahmen will Paris für Sicherheit sorgen.

ParisEs wird ein Fußballfest im Ausnahmezustand – und bei den Behörden wächst die Unruhe. „Wegen der Fußball-EM drehen wir gerade wirklich durch“, sagt ein französischer Anti-Terror-Vertreter. Mit drakonischen Sicherheitsmaßnahmen will Frankreich Anschläge bei der näher rückenden Fußball-Europameisterschaft verhindern, der nach den islamistischen Attacken von Paris verhängte Ausnahmezustand soll extra verlängert werden. Doch für die Sicherheitsbehörden ist das am 10. Juni startende Turnier ein Alptraum. Die Regierung verspricht maximale Sicherheit, die Angst vor neuen Anschlägen aber ist allgegenwärtig.

„Es ist unmöglich, ein Gegenmittel gegen Terroristen zu finden, die zu jedem Zeitpunkt mit Kalaschnikows zuschlagen könnten“, sagt ein Polizeivertreter düster. „Aber auch wenn die terroristische Bedrohung hoch und ein Anschlag möglich ist, kann man ein solches Ereignis nicht in Frage stellen.“

Denn die französische Regierung sieht die EM nach dem Blutbad vom 13. November mit 130 Toten und nach den Anschlägen von Brüssel auch als wichtiges Signal: Das Turnier sei „eine Art Antwort auf Hass, Spaltung, Angst und Grauen“, sagte Frankreichs Staatschef François Hollande unlängst. Die Europameisterschaft soll auch symbolisieren, dass sich Frankreich und ganz Europa von islamistischen Attentätern nicht einschüchtern und unterkriegen lassen.

Die Sicherheitspläne für die EM wurden nach dem 13. November noch einmal verschärft. Dabei wurden auch Lehren aus dem tödlichsten Anschlag in der Geschichte Frankreichs gezogen: Denn die Selbstmordattentäter hatten nicht nur die Konzerthalle Bataclan und eine Reihe von Bars und Restaurants attackiert, sondern auch das Stade de France in der Pariser Vorstadt Saint-Denis – dort, wo am 10. Juni das EM-Eröffnungsspiel und am 10. Juli das Finale angesetzt sind.

Zusätzlich zu den Eingangskontrollen an den Stadien selbst soll schon weit vor den Fußballarenen eine Sicherheitsabsperrung mit ersten Kontrolle errichtet werden. Mit einer Reihe von Übungen haben sich die Sicherheitskräfte auf verschiedene Anschlagszenarien vorbereitet, simuliert wurde unter anderem eine Attacke mit Chemiewaffen in einem Stadion.

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Ein Fußballfest im Ausnahmezustand

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Public Viewing wird zum Risiko

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