Test gegen die Schweiz

DFB-Elf geht in Basel unter

Die deutsche Nationalmannschaft hat den vorletzten EM-Test in der Schweiz gründlich vermasselt. Gegen die Eidgenossen setzte es eine heftige Pleite. Besonders die Defensive offenbarte teils erschreckende Schwächen.
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Derdiyok schießt DFB-Elf ab
Länderspiel Schweiz - Deutschland
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So hatte sich Marc-Andre ter Stegen (M.) sein Debüt im Tor der Nationalelf wohl nicht vorgestellt. In Basel ging das DFB-Team gegen die Schweiz mit 3:5 baden.

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Joachim Löw verzichtete im vorletzten Test-Länderspiel gegen die Schweiz zwei Wochen vor Beginn der EM auf den gesamten Bayern-Block in der Startelf, der erst am Tag der Partie zur DFB-Elf gestoßen war.

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Marc-Andre ter Stegen kam in Basel zu seinem Nationalmannschaftsdebüt. Der Gladbacher Keeper hatte sich mit starken Leistungen in der EM-Vorbereitung empfohlen und erhielt den Vorzug vor Ron-Robert Zieler und Tim Wiese.

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Auch der Schalker Julian Draxler kam zu seinem ersten Einsatz im Nationaldress.

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Man merkte der DFB-Elf vom Anpfiff weg an, dass das Team in dieser Konstellation noch nie zusammen gespielt hatte. Entsprechend groß waren die Abstimmungsprobleme - besonders in der Defensive. Auch die beiden Nationalspieler in Diensten von Real Madrid Sami Khedira (r.)...

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...und Mesut Özil (r.) zeigten eher durchwachsene Leistungen und wurden zur Pause ausgewechselt.

Switzerland's Derdiyok scores a goal past Germany's goalkeeper Ter Stegen and Schmelzer during their international friendly soccer match at St Jakob Park stadium in Basel
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Immer wieder taten sich in der deutschen Abwehr riesige Lücken auf, die die Schweizer eiskalt in Person des Leverkusener Stürmers Eren Derdiyok ausnutzten. Nach zwanzig Minuten musste Keeper ter Stegen das erste Mal hinter sich greifen.

BaselOhne die Profis von Bayern München ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nur ein Schatten ihrer selbst. Genau zwei Wochen vor ihrem ersten EM-Gruppenspiel gegen Portugal kassierte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw gegen die nicht für die EURO qualifizierte Schweiz eine derbe 3:5 (0:2)-Packung und damit eine historische Niederlage. Kuriosum am Rande: Das erste Länderspiel der DFB-Geschichte am 5. April 1908 verlor die Nationalmannschaft in Basel mit exakt demselben Ergebnis.

Der künftige Hoffenheimer Eren Derdiyok leitete mit seinem Dreierpack (21., 23., 50.) den ersten Sieg der von Ottmar Hitzfeld trainierten Eidgenossen gegen den Nachbarn seit dem 21. November 1956 ein. Damals gewannen die Schweizer 3:1 in Frankfurt, anschließend blieben sie 18-mal in Folge ohne Sieg.

Mats Hummels mit seinem ersten Länderspieltreffer vor der Pause (45.) sowie André Schürrle (64.) und Marco Reus (72.), der ebenfalls erstmals im DFB-Trikot traf, konnten zwischenzeitlich jeweils nur verkürzen. Den vierten Schweizer Treffer erzielte Stephan Lichtsteiner (67.), Admir Mehmedi (76.) machte gegen die in der Defensive völlig indisponierte deutsche Elf alles klar. Zuletzt hatte die deutsche Elf am 28. April 2004 beim 1:5 in Rumänien fünf Gegentore kassiert.

Vor 27.381 Zuschauern im St.-Jakob-Park von Basel konnte die intensive Vorbereitung der deutschen Mannschaft auf die EURO in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) ebenso wenig als Entschuldigung für den über weite Strecken leblosen Auftritt des EM-Favoriten herhalten wie das Fehlen von Kapitän Philipp Lahm und der übrigen Bayern-Stars. Vor allem die Probleme in der Hintermannschaft müssen Löw, der ausgenommen der Turnierauftritte erstmals als Bundestrainer ein Auswärtsspiel verlor, Angst und Bange machen. Denn der Auftritt der Viererkette mit Benedikt Höwedes, Per Mertesacker, Hummels und Marcel Schmelzer war häufig vogelwild und machte wenig Hoffnung.

Zwar hatten die Gäste in ihrem vorletzten Test vor der EM zunächst deutlich mehr Spielanteile, klare Chancen konnte sich der WM-Dritte aber nicht erspielen. Der künftige Hoffenheimer Derdiyok vergab bereits in der 15. Minute eine gute Gelegenheit für die Gastgeber. Nach seinen Nationalmannschaftstreffern fünf und sechs, bei denen vor allem die Innenverteidiger Hummels und Mertesacker schlecht aussahen, hätte der Leverkusener dann in der 25. Minute sogar auf 3:0 erhöhen können. Er scheiterte aber an Marc-André ter Stegen, der glänzend reagierte.

Bitteres Debüt für ter Stegen
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