Thomas Hitzlsperger
Kaum Veränderung nach Coming-out des Jahres

Er wollte die Diskussion über homosexuelle Profisportler anheizen und erntete viel Anerkennung. Knapp ein Jahr nach Thomas Hitzlspergers Coming-out hat sich jedoch kaum etwas geändert, kritisieren schwule Fußballfans.
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BerlinMit seinem Coming-out rüttelte Thomas Hitzlsperger an einem der letzten Tabus im Sport – der frühere Nationalspieler fand mit seinem sorgfältig geplanten Interview Anfang Januar enormen Widerhall. „Ich äußere mich zu meiner Homosexualität“, sagte Hitzlsperger damals der Wochenzeitung „Die Zeit“, „weil ich die Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern voranbringen möchte“.

Vier Monate nach Karriereende thematisierte er als erster prominenter deutscher Fußballer sein Schwulsein. Dafür bekam der heute 32-Jährige viel Beifall und Anerkennung. Doch die Debatte verebbte wieder. Viel geändert habe sich nicht, befanden schwule Fußballfans.

Hitzlsperger selbst will nicht als Galionsfigur für die Gay-Community gelten. Allerdings ließ er sich beim alternativen Christopher Street Day in Berlin-Kreuzberg blicken und trat bei einer Charity-Gala der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld auf, die sich gegen Homophobie im Sport einsetzt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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