Fußball
Thun und Villarreal vor schweren Debüts

Festtag oder Fiasko zum Einstand: Für den FC Thun wird gleich die erste Auswärtsreise in der Champions League zu einem besonderen Härtetest. Beim FC Arsenal muss der Debütant aus dem Berner Oberland im ausverkauften Highbury-Stadion gegen einen der europäischen Top-Clubs der letzten Jahre bestehen.

dpa HAMBURG. Festtag oder Fiasko zum Einstand: Für den FC Thun wird gleich die erste Auswärtsreise in der Champions League zu einem besonderen Härtetest. Beim FC Arsenal muss der Debütant aus dem Berner Oberland im ausverkauften Highbury-Stadion gegen einen der europäischen Top-Clubs der letzten Jahre bestehen.

„Wir müssen auf einen Sturmlauf der Engländer gefasst sein“, sagte Trainer Urs Schönenberger. Nach der überraschenden Qualifikation seines Teams gegen Dynamo Kiew und Malmö FF zeigt auch Kapitän Andres Gerber großen Respekt vor dem 13-maligen englischen Meister: „Arsenal ist nochmals ein Gegner von einem anderen Kaliber.“

Arsène Wenger, erfahrener und wortgewandter Trainer der Londoner, wirkt angesichts des weitgehend unbekannten Gegners in der Gruppe B noch ein wenig ratlos. „Ich bewundere Thun, habe aber keine Ahnung, wie die Schweizer die Qualifikation zu Stande gebracht haben“, sagte er, „Thun ist beinahe ein Dorf“. In der Premier League hat Wenger derzeit mehr Sorgen als ihm lieb sein kann. Nach zwei Niederlagen aus vier Spielen - zuletzt ein 1:2 in Middlesbrough - liegt der erfolgsverwöhnte Vizemeister, der Spielmacher Patrick Vieira an Juventus Turin abgegeben hat, nur auf einem Mittelfeldrang.

Zudem müssen die „Gunners“ für vier Wochen auf ihren gefährlichsten Schützen verzichten. Thierry Henry, dem nur noch ein Treffer zum Vereinsrekord von Ian Wright (184 Tore) fehlt, muss wegen einer Leistenverletzung pausieren. Gegen Thun wird auch Jens Lehmann nur auf der Tribüne sitzen. Der deutsche Torhüter brummt eine Europapokal-Sperre für zwei Spiele ab, nachdem er in der Vorsaison nach dem Achtelfinal-Aus gegen den FC Bayern München das Schiedsrichtergespann im Kabinengang mit Wasser übergossen hatte.

Neben dem Außenseiter aus Thun geben auch der FC Villarreal und Udinese Calcio ihre Premieren in der Champions League. Bei Villarreal ist vor dem schweren Auftakt in der Gruppe D gegen Manchester United der Einsatz von Spielmacher Juan Román Riquelme fraglich. Der Argentinier hatte am Wochenende gegen den FC Sevilla (1:1) eine Knöchelverletzung erlitten. „Es wird letztlich von Riquelme selbst abhängen, ob er spielt. Wenn ja, wird er es mit Schmerzen tun“, sagte der Trainer des letztjährigen Dritten der Primera División, Manuel Luis Pellegrini. Auf der Gegenseite fehlt Cristiano Ronaldo, der nach der Beerdigung seines Vaters noch bei seiner Familie in Portugal ist.

In der Gruppe C von Werder Bremen und dem FC Barcelona geht Udine mit großem Selbstvertrauen in das Spiel gegen Panathinaikos Athen. Die Italiener führen die heimische Serie A nach zwei Siegen aus zwei Spielen gemeinsam mit Juventus und Livorno an. „Wir hatten einen Super-Saisonstart“, sagte Torwart Morgan De Sanctis, „jetzt müssen wir in der Champions League diesen Lauf ausnutzen.“ De Sanctis lobte vor allem den neuen Trainer Serge Cosmi: „Er hat uns den richtigen Biss vermittelt.“

Weitaus größere Ambitionen als die Debütanten hat der italienische Meister Juventus Turin, der zu den Favoriten des Wettbewerbs gehört. Für den Auftakt in der Gruppe A beim FC Brügge darf sich der von Bayern München gekommene Robert Kovac Hoffnungen auf einen Einsatz machen, weil der Franzose Lilian Thuram noch verletzt ist.

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