Tischtuch zerrissen
Leverkusen stellt Nowotny kalt

Die Ehe zwischen Jens Nowotny und Bundesligist Bayer 04 Leverkusen steht endgültig vor dem Aus. Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser teilte dem routinierten Abwehrspieler am Dienstagabend mit, dass er ab sofort nicht mehr für den Verein spielen werde.

LEVERKUSEN. Durch die von Nowotny und seiner Beraterfirma GTS eingeleiteten Klagen gegen den rheinländischen Erstligisten bestehe kein Vertrauensverhältnis mehr zum 45-maligen Nationalspieler.

Zwar kann der 31-Jährige weiterhin am Trainingsbetrieb teilnehmen, Spielbetrieb und Mannschaftssitzungen werden jedoch bis auf weiteres ohne den ehemaligen Kapitän vonstatten gehen. "Eine weitere Zusammenarbeit ist nicht mehr möglich, weil Jens Nowotny entgegen seiner schriftlichen Aussage, die Klage auf Lohnfortzahlung zurück zu nehmen und auf sämtliche Forderungen zu verzichten, dennoch mit dem Verein vor Gericht gegangen ist", rechtfertigte Holzhäuser die Suspendierung.

"Das Ganze ist sehr bedauerlich und schade. Dass es so weit kommen musste, ist für alle Beteiligten sehr unangenehm. Aber es war einfach ein Punkt erreicht, wo es nicht mehr anders geht", sagte Sportdirektor und Interims-Teamchef Rudi Völler. "Sicher kann es der Bayer AG nicht gefallen, wenn ein Spieler den Verein gleich zweimal verklagt. Ich habe oft versucht, zu vermitteln, aber es ist immer wieder gescheitert. Es ist in den letzten Monaten einfach zu viel Porzellan zerschlagen worden. Und offenbar war kein vernünftiges Zusammenkommen möglich." Völler will zunächst am Mittwoch vor dem Training ein Gespräch mit Nowotny, dessen Kontrakt bei Bayer noch bis zum 30. Juni 2008 Gültigkeit hat, führen: "Es ist erst einmal wichtig, dass Jens fit wird."

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