"Todesgruppe" C
Niederlande wollen Achtelfinale näher kommen

Mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste heute in Stuttgart könnten die Niederlande dem Achtelfinale einen großen Schritt näher kommen. Bondscoach Marco van Basten wird seine Mannschaft aus dem ersten Spiel nicht umbauen.

Die Niederlande geben sich vor dem zweiten Gruppenspiel heute in Stuttgart gegen die Elfenbeinküste (18.00 Uhr/live in der ARD und bei Premiere) gelassen, doch in Wahrheit verbreitet die "Todesgruppe" C im Lager der Niederländer weiter Angst und Schrecken. "Niemand will ein Finale am letzten Spieltag. Nicht in dieser Gruppe. Wir wollen so schnell wie möglich weiterkommen, und mit einem Sieg wären wir wohl weiter", sagte Außenverteidiger Giovanni van Bronckhorst und brachte damit die Stimmung bei Oranje vor der Partie gegen die Afrikaner auf den Punkt.

Die Afrikaner flößen der Elftal von Bondscoach Maco van Basten trotz der Auftaktpleite gegen Argentinien (1:2) gehörigen Respekt ein. "Sie haben ein tolles Team mit erfahrenen Spielern aus allen großen Ligen Europas. Wir haben sie beim Afrika-Cup beobachtet und wir wissen, dass sie ganz stark im Kollektiv sind. Es wird sehr hart für uns", erklärte der Trainer, dessen Team durch den 1:0-Sieg gegen Serbien und Montenegro den Grundstein zum Erreichen des Achtelfinals gelegt hat.

Vom Auftaktsieg nicht blenden lassen

Vom Auftaktsieg will sich van Basten aber nicht blenden lassen. "Wir müssen gewisse Dinge besser machen. Die Positionen müssen besser gehalten werden und wir dürfen uns nicht so viele Abspielfehler leisten. Grundsätzlich wollen wir von Spiel zu Spiel besser werden", sagte der Bondscoach. Der Europameister von 1998, den derzeit keine ernsthaften Personalsorgen plagen, will aber weder an der Taktik noch an der Aufstellung etwas ändern: "Wir werden das Team nicht verändern. Dafür gibt es keine Argumente."

Der Coach, der den Zwist zwischen den englischen Premier-League-Stars Robin van Persie und Arjen Robben in den vergangenen Tagen souverän abgehandelt hat, versetzte damit den Hoffnungen des von seiner Knöchelverletzung genesenen Hamburger Mittelfeldstars Rafael van der Vaart auf einen Platz in der Startformation einen Dämpfer. Dennoch dürfte van der Vaart, der als erste Alternative wohl im Lauf der Partie zum Einsatz kommen wird, wie der Rest des Teams hochmotiviert sein: Schließlich steht nach dem Spiel der Besuch der Lebensgefährtinnen auf dem Programm.

An der Motivation hapert es allerdings auch beim Gegner nicht. "Uns sitzt das Messer auf der Brust. Wenn wir verlieren, fahren wir nach Hause. Aber wir wollen nicht nach Hause", sagte Trainer Henri Michel. Der Franzose fordert nicht nur drei Punkte, sondern vor allem mehr Disziplin in der Defensive. "Wir haben viel Qualität im Angriff, aber wir dürfen nicht die Verteidigung vergessen", mahnte Michel, dessen Stürmerstar Didier Drogba seine Verletzung am linken Knöchel auskuriert hat.

Drogba und Kalou im Angriff

Neben Drogba wird auch Bonaventure Kalou auflaufen. Für den Offensivspieler ist das Spiel aus zwei Gründen "etwas Besonderes". Kalou spielte vier Jahre für Feyenoord Rotterdam und sein Bruder Salomon wollte eigentlich für die Niederländer im Einsatz sein, doch sein Antrag auf Einbürgerung wurde abgelehnt. Künftig will Salomon Kalou für die Elfenbeinküste spielen. Sogar van Basten gab seinen Segen: "Dafür habe ich Verständnis."

© SID

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