Tore für den toten Vater
Der aus dem Elend kam - Stürmerstar Adriano

Mit dem Wort "Schuss" verbindet Adriano etwas ganz anderes als alle seine Fußballerkollegen in Italien oder Brasilien. Als der Stürmerstar der "Selecao" zehn Jahre alt war, wurde sein Vater Almir in den Favelas von Rio de Janeiro von einer Drogenbande niedergeschossen.

HB KÖLN. "Jener Tag hat mein Leben verändert. Mit einem Schlag wurde ich erwachsen", sagte Adriano. Nach einem Tor jubelt er deshalb nicht lauthals los, sondern schickt meist ein Stoßgebet zum Himmel, wenn er die Arme hebt. Der 23-Jährige gilt nicht erst seit seinen Auftritten beim Confederations Cup als einer der begehrtesten Spieler der Welt.

100 Millionen Euro hat der FC Chelsea für den bulligen Angreifer (1,89 m/86 kg) geboten, doch Adriano will ein Jahr vor der WM nicht mehr den Verein wechseln. Bei Inter Mailand, das den Brasilianer 2001 für drei Millionen geholt hatte, fühlt er sich mittlerweile pudelwohl. "Am liebsten würde ich jeden Tag im San Siro spielen", meinte er einmal. In der "Selecao" wirbelt er bei der WM 2006 möglicherweise an der Seite von Ronaldo. Bei der FIFA-Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2004 hatte Adriano als Sechster den Superstar von Real Madrid bereits hinter sich gelassen.

Ein Schuss wie ein Strich, fast aus dem Stand, genau ins rechte Toreck: Der Treffer Adrianos beim 3:0 in Leipzig gegen Griechenland war einer, bei dem den Zuschauern die Luft wegblieb. "Adriano hat die Power von Gigi Riva, die Beweglichkeit von Marco van Basten und den Egoismus von Romario", sagte Mailands Coach Roberto Mancini. Bevor er zur Mini-WM kam, verabschiedete sich Adriano beim 2:0 im Pokalfinal- Hinspiel in Rom mit seinen Saisontoren Nummer 27 und 28 von seinem Club.

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