Traditionsverein will zur Spitze der Bundesliga aufschließen Kölns erfolgreiche Planwirtschaft

Beim 1.FC Köln herrscht Euphorie – wieder einmal. Zum dritten Mal nach 2000 und 2003 ist dem Gründungsmeister die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga gelungen. Und dieses Mal soll es endgültig der letzte Aufstieg sein.
Ein Fan des 1. FC Köln hält im Rhein-Energie-Stadion in Köln seinen Schal in die Höhe. Foto: dpa

Ein Fan des 1. FC Köln hält im Rhein-Energie-Stadion in Köln seinen Schal in die Höhe. Foto: dpa

HB KÖLN. Zwar geben die FC-Verantwortlichen – wie es sich für einen Aufsteiger gehört – als klares Saisonziel den Klassenerhalt aus. Doch Präsident Wolfgang Overath und Manager Andreas Rettig feilen bereits an etwas Größerem: „Wir haben nach dem Abstieg einen Vierjahresplan aufgestellt“, sagt Rettig. „Der erste Teil ist mit dem sofortigen Wiederaufstieg erfüllt, jetzt gilt es, die Klasse zu halten. Im nächsten Jahr wollen wir uns dann sicher in der Bundesliga etablieren und im Jahr darauf schließlich zurück ins internationale Geschäft.“

Den Weg dahin lassen sich die Kölner etwas kosten. Für die kommende Saison planen sie mit einem Gesamtetat von 43,5 Mill. Euro, für Personalkosten sind knapp 22 Mill. Euro vorgesehen – das ist Vereinsrekord. Einen Teil dieser Kosten tragen die Fans: In der vergangenen Woche hat der FC eine Anleihe im Volumen von fünf Mill. Euro aufgelegt, deren Erlös zum Großteil für Spielergehälter verwendet werden soll.

Auch auf dem Transfermarkt war der Verein ziemlich aktiv (siehe „Starke Offensive“). Vor allem den Angriff hat der 1. FC Köln im Vergleich zur Vorsaison noch einmal deutlich verstärkt. Anders als in früheren Jahren lebt der Klub aber nicht über seine Verhältnisse. „Wir sind als einer der wenigen Vereine in Deutschland schuldenfrei und werden auch in den kommenden Jahren am Kurs einer nachhaltigen Haushaltspolitik festhalten“, sagt Rettig.

In den vergangenen Jahren bestand dieser Kurs darin, dass sich der FC mit jungen deutsche Perspektivspielern verstärkte, statt auf teure Transfers zu setzen. Nun will man die Früchte dieser Strategie ernten: Um Spieler wie Lukas Sinkiewicz, Christian Rahn, Markus Feulner, Patrick Helmes, Albert Streit und natürlich Nationalspieler Lukas Podolski soll der neue Trainer Uwe Rapolder das Kölner Team der Zukunft bauen.

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