Trainer: 1. FC Köln holt den großen Unbekannten

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1. FC Köln holt den großen Unbekannten

Er ist der große Unbekannte in der Fußball-Bundesliga: Hanspeter Latour wird neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln. Der Schweizer tritt die Nachfolge des gefeuerten Uwe Rapolder an und ist der zweite Eidgenosse auf dem Trainerstuhl des FC in wenigen Jahren.

HB KÖLN. Wie der abstiegsgefährdete Verein am Dienstag mitteilte, erhält der 58-jährige bisherige Coach von Grasshoppers Zürich einen Vertrag bis zum 30. Juni 2007. Latour ist nach Marcel Koller in der Saison 2003/04 der zweite Schweizer Trainer in Köln. Mit Koller war der Verein abgestiegen - nun soll dessen Landmann Latour den Verein vor dem Abstieg bewahren.

Der 58-Jährige gilt als akribischer Arbeiter. „Ich bin weder Fußball-Papst noch ein Prophet, aber ich weiß, was es braucht, um vorne dabei zu sein“, sagte er vor kurzem in einem Interview mit der Schweizer Tageszeitung „Blick“. „Ich bin einer, der fordernd ist, manchmal auch unangenehm. Ich probiere vorzuleben, dass ich auch mir gegenüber fordernd bin“, fügte er hinzu. „Mich kann nicht alles umhauen. Jeder, der vorne dran steht, muss Kraft haben. Das ist bei uns Trainern so.“ Kölns Manager Michael Meier charakterisierte Latour bei der Präsentation als einen „positiv denkenden Menschen voller Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit“.

Latour betreute bislang ausschließlich Schweizer Vereine. Vor seinem Engagement bei den Grasshoppers, mit denen ihm die Qualifikation für den UEFA-Cup gelang, hatte er den Provinz-Club FC Thun an die Spitze der Super-League geführt. Zudem hatte er in Wil, Solothurn sowie als Assistent von Trainer Christian Gross beim FC Basel gearbeitet. In seiner aktiven Karriere stand Latour als Torwart beim FC Thun und den Young Boys Bern zwischen den Pfosten.

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