Trainer am 10. Liga-Spieltag im Blickpunkt
Wenn der Herbst kommt ...

Wenn der Herbst kommt, wackeln die Trainerstühle. Einhergehend mit dem Wetterumschwung wird es es für einige Bundesliga-Lehrer traditionell ungemütlicher.

dpa DÜSSELDORF. Die Treueschwüre ihrer Vorgesetzten vor dem 10. Spieltag sind für Michael Henke (1. FC Kaiserslautern), Wolfgang Wolf (1. FC Nürnberg) und Uwe Rapolder (1. FC Köln) von zweifelhaftem Wert. Sie könnten sich bei anhaltender Talfahrt schon bald als Lippenbekenntnisse erweisen.

Vor allem in Köln ging es zuletzt hoch her. Der Streit mit dem rheinischen Fußball-Prinzen Lukas Podolski, der beim 1:4 gegen Hannover wider Willen zunächst auf der Ersatzbank schmorte, brachte Trainer Rapolder in Erklärungsnöte. Mit dem nun geschlossenen „Frieden von Junkersdorf“ („Express“) soll wieder Ruhe einkehren. „Wir wollen beide voran kommen und dem Verein helfen“, sagte Podolski nach der Aussprache. Ganz vergessen ist die Affäre damit jedoch nicht: Sie könnte dem bis dato guten Ruf des Trainers nachhaltig geschadet haben. Verliert der FC in Frankfurt sein fünftes Spiel in Serie, dürfte der Gegenwind für Rapolder stärker werden.

Auch in Kaiserslautern sorgte ein Zwist zwischen dem Trainer und einem Profi für Aufsehen. In scharfer Form hatte Ciriaco Sforza die Arbeit von Michael Henke in einem Gespräch mit FCK-Chef René C. Jäggi kritisiert und die Ablösung des Trainers gefordert. Der Putschversuch schlug fehl: Mit der Suspendierung des aufmüpfigen Schweizers stärkte Jäggi dem Coach den Rücken. Wie in Köln bleibt jedoch auch in der Pfalz ein gewisser Schaden zurück: Nur ein Erfolg in der Partie bei Borussia Mönchengladbach könnte den immensen Druck für Henke mindern. Der Fußball-Lehrer verlor über die rufschädigenden Angriffe seines ehemaligen Führungsspielers nicht viele Worte: „Das ist abgehakt. Wir müssen uns jetzt auf das Spiel konzentrieren.“

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