Training wurde zum Volksfest
Klinsmänner: In die Fanherzen gegrätscht

2:2-Remis spielte die deutsche Auswahl gegen Argentinien. Dennoch hatte das Spiel Gewinner. Zum Beispiel den Abwehrrecken Robert Huth. Der wird jetzt Kult.

HERZOGENAURACH. Statistiken kann man so oder so lesen. Weil der Wahl-Kalifornier Jürgen Klinsmann amerikanischen Optimismus vorlebt, wertete er das 2:2 gegen Argentinien nur positiv. Zwar ist der DFB-Elf seit fast fünf Jahren kein Sieg mehr gegen eine große Fußball-Nation gelungen. Doch der Bundestrainer sagte gestern: "Man kann das Ding auch umdrehen. Seit wir im Juli 2004 angefangen haben, haben wir gegen die Großen nicht mehr verloren."

Training wird zum Volksfest



Die Fans denken offenbar ähnlich. Das erste öffentliche Training der DFB-Auswahl in Herzogenaurach gestern wurde zum Volksfest. 1300 Zuschauer jubelten ihren Stars zu und erfreuten sich am lockeren Trainingsspielchen. Team Ballack gegen Team Frings - Endstand 6:6. Vor allem ein Spieler hat sich in die Herzen der Fans gegrätscht: Robert Huth. Gegen Australien noch der Unsicherheitsfaktor schlechthin in der Abwehr, wusste der 20-Jährige gegen die Argentinier zumindest durch solides Tackling zu überzeugen. Der Lohn: Lang gezogene "Huth, Huth"-Rufe.

Doch das Spiel, indem die Klinsmann-Schützlinge dem Favoriten über weite Strecken ebenbürtig waren, hatte noch andere Gewinner. Zum einen Gerald Asamoah, zweiter Torschütze neben Kevin Kuranyi. Zum anderen sicherlich auch Fabian Ernst. Der Neu-Schalker stellte die Räume im zentralen Mittelfeld gut zu, sorgte für Impulse nach vorne. Sebastian Deisler kurbelte viele deutsche Angriffe an und sorgte mit Flanken für Gefahr. Auch Timo Hildebrand, der bei den Gegentreffern durch Riquelme und Cambiasso völlig machtlos war, zeigte eine gute Leistung.

Hildebrand bleibt die Nummer 3



Allerdings bleibt er nur die Nummer drei hinter Kahn und Lehmann. Klinsmann unmissverständlich: "Wir sind glücklich, so einen als dritten Torwart in der Hinterhand zu haben." Wenn es überhaupt Verlierer gab, dann waren es Mike Hanke und Marco Engelhardt. An Hanke lief das Spiel vorbei. Zu Lukas Podolski, der im Halbfinale wieder spielen kann, konnte er nicht aufschließen. Engelhardt war bemüht, wurde aber von den Argentiniern immer wieder düpiert.

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Quelle: NEWS

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