Transfer-Ranking
Verkaufswerte der besten Fußballer explodieren

Der milliardenschwere Transfermarkt im Fußball dreht auf. Wechselerlöse über 100 Millionen Euro dürften normal werden. Schweizer Forscher schätzen den Marktwert der 110 begehrtesten Kicker. Das Ranking.
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DüsseldorfWas ist ein Fußballer wirklich wert? Am Ende zählen natürlich die Deals, die von den Vereinen gemacht werden. Doch mit welchen Zahlen gehen Klub-Manager in die Transfer-Verhandlungen? Die Basis dafür liefern Jahr für Jahr die Schweizer Fußballforscher vom Institut Cies – mit einer Schätzung des aktuellen Marktwertes der Spieler.

Verkaufswerte für die 110 begehrtesten Fußballer haben die Cies-Forscher gerade veröffentlicht. Wegen der umfassenderen Systematik liegen die errechneten Zahlen zum Teil deutlich über den Fan-Schätzungen, die regelmäßig im Internet von der Plattform Transfermarkt.de genannt werden.

Das aktuelle Cies-Ranking ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Denn es zeigt wie kaum eine andere Statistik im Fußball die gewaltige Dynamik, die sich im milliardenschweren Transfermarkt momentan entfaltet. Einige Beispiele: Allein die Top-10 kommen auf einen Marktwert von 1,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihr Verkaufswert um satte 25 Prozent hochgeschossen.

Klingt viel, ist es aber nicht. Noch irrer werden die Steigerungsraten, wenn man ein wenig tiefer in die Topliste schaut. Die ersten 50 Kicker sind zusammen inzwischen 4,6 Milliarden Euro wert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich ihr Wert im Cies-Ranking um satte 1,6 Milliarden Euro oder insgesamt mehr als 50 Prozent erhöht. Selbst diese bereits unfassbar hohen Zahlen sind aber noch zu toppen.

Ein richtiger Hype hat sich um die Shootingstars der vergangenen Saison entwickelt. Dazu gehört beispielsweise Kylian Mbappé vom AS Monaco, der in diesem Jahr für mehr als 100 Millionen Euro wechseln könnte. Entsprechende Gerüchte gibt es schon. Ob es dazu kommt, hängt auch von dem noch blutjungen Spieler und der Geldgier des französischen Vereins ab.

Der Wert von Mbappé hat sich in nur einem Jahr ungefähr verhundertfacht. Die Cies-Experten taxieren ihn aktuell auf 92,6 Millionen Euro. Vor einem Jahr kannte ihn nahezu niemand, sein Wert lag daher um eine Million Euro. Ähnlich rasant hat sich der Verkaufswert der BVB-Stürmer Christian Pulisic und Ousmane Dembélé entwickelt.

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Kommentare zu " Transfer-Ranking: Verkaufswerte der besten Fußballer explodieren"

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  • @Herr Max Nolte, 14.06.2017, 15:12 Uhr

    „..es macht einfach keinen Spaß mehr mit Fußballern zu jubeln die einfach zu viel verdienen.“

    Sie sagen es. Und dabei noch das dumme Gefühl zu haben, als Fußballfan längst zu Manövriermasse zum Zwecke der Befriedigung der Interessen einiger Leuten geworden zu sein, denen ihre Finanzen weitaus mehr am Herzen liegen als der Fußball…

  • wieso werden diese Summen nicht gedeckelt? Hinzu kommen ja noch Unsummen für Gehälter...es macht einfach keinen Spaß mehr mit Fußballern zu jubeln die einfach zu viel verdienen.
    Zum Glück macht sich gerade Unmut über die Kommerzialisierung breit, ich denke aber solange es Leute gibt die Vereine wie RB Leipzig toll finden werden wir das nicht stoppen können. Es wird darauf hinaus laufen dass die "Großen" Clubs immer größer werden und die anderen einfach nicht mehr mithalten können. So etwas wie eine gesamteuropäische Topliga wurde ja schon diskutiert. Es ist nur eine Frage der Zeit.

    Gegen den modernen Fußball!

  • Es ist schon erschreckend was da im Transfermarkt passiert und die können nur "kicken", das zwar wohl recht gut, aber ist es das wirklich Wert? Anscheinend wird ja der Wert durch die Nachfrage definiert und es gehören immer mehrere dazu. Es gibt offensichtlich zu viel Geld in diesem Markt. Die Blase wird sicherlich auch dort platzen, wie viele andere zuvor. Die "Vereine", die dann auf zu teuren "Spielern" sitzen bleiben, sind dann die Dummen. Die Champions League wird demnächst nur noch im Pay TV übertragen, mal sehen ob dann die Gelder weiter so fließen, oder ob die Fans die Konsequenzen ziehen.
    Wenn man das mal in Relation zu der Diskussion um die Vorstandsgehälter setzt, wirkt diese Diskussion doch eher lachhaft, oder?

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