Transfer-Theater
Neymar zahlt 222 Millionen Euro Ablösesumme an Barca

Jetzt ist der Rekordtransfer von Neymar besiegelt. Der Profi hat die festgeschriebene Ablöse von 222 Millionen Euro an den FC Barcelona bezahlt. Noch in der Nacht meldet der FC Santos Ansprüche an.
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Barcelona/Paris/SantosDer kostspieligste Transfer in der Geschichte des Fußballs ist perfekt. Für 222 Millionen Euro wechselt der brasilianische Offensiv-Star Neymar vom FC Barcelona zum ehemaligen französischen Serien-Meister Paris Staint-Germain.

Der 25-Jährige hat einen Fünfjahresvertrag unterschrieben, wie der Hauptstadtclub am Donnerstag bekannt gab. „Ich bin extrem glücklich, mich Paris Saint-Germain anzuschließen. Seit ich in Europa angekommen bin, war der Club einer der mit den größten Ambitionen“, sagte Neymar.

Mit den 222 Millionen Euro sind Neymar und sein neuer Arbeitgeber PSG in eine neue finanzielle Dimension vorgestoßen. Der bisher teuerste Transfer, Paul Pogba vor einem Jahr von Juventus Turin zu Manchester United, lag bei 105 Millionen Euro. Am Freitag soll Neymar in Paris offiziell vorgestellt werden, am Samstag könnte er gegen SC Amiens bereits sein erstes Ligaspiel für den neuen Club bestreiten.

FC Santos will einen Anteil am Verkauf

Der brasilianische Heimatverein des Fußball-Stars Neymar, der FC Santos, pocht auf einen Anteil an den 222 Millionen Euro, die der FC Barcelona für den Wechsel nach Paris erhält. Demnach beruft sich Santos auf Fälle wie den des 2012 von Atletico Bilbao zu Bayern München gewechselten Javi Martínez, berichtete das Portal „Folha de. S. Paulo“. Osasuna als Ausbildungsverein habe vor dem internationalen Sportgerichtshof (CAS) einen Anteil von 800.000 Euro an der Ablösesumme von 40 Millionen Euro eingeklagt.

Santos plane nun vier Prozent der 222 Millionen Euro zu beanspruchen, 8,8 Millionen Euro für die Ausbildung vom 12. bis 21. Lebensjahr. Der Heimatverein auch von Pelé hatte schon beim Wechsel von Neymar zum FC Barcelona 2013 gut verdient: damals flossen 83,5 Millionen Euro, in einem danach jahrelang von juristischen Streitigkeiten begleiteten Transfer.

„Santos hat natürlich ein Anrecht auf seinen Anteil. So eine Situation ist vom CAS mehrfach in anderen Fällen anerkannt worden“, sagte der Clubanwalt Cristiano Caús dem Portal. Notfalls müsse auch die FIFA Stellung beziehen. Unklar ist, wie die Tatsache zu händeln ist, dass Neymar - offiziell - sich selbst aus dem Vertrag gekauft hat, um zu Paris Saint-Germain wechseln zu können.

Kommentare zu " Transfer-Theater: Neymar zahlt 222 Millionen Euro Ablösesumme an Barca"

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  • Neymar zahlt die Ablöse? Das ist wohl die größte Lüge. Die Ablöse zahlt der Staatsfonds von Khatar und Neymar reicht sie weiter. Das ist die Umgehung der Regeln wie bei den CumEx-Geschäften. Aber da es sich um den Fußball handelt, will keiner das Fehlverhalten sehen. Solche Deals sind die Sargnägel des internationalen Fussballs, da diese Geschäftsmodelle ohne das Geld der egomanischen Sponsoren nicht denkbar und noch weniger nachhaltig sind

  • Pardon, es war kein Scheich, sondern bloß ein Emir. Wußte nicht, daß der Emir auch soviel Kohle hat.

  • Muß Mr. Neymar die Milionen, die der Scheich ihm für den Freikauf geschenkt hat, auch versteuern? Oder ist das eine Art "durchlaufender Posten"?

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