Transferbörse im Fußball
Die cleversten Fußballmanager in Europa

Wenig Geld für Kicker ausgeben und erfolgreich spielen – das ist die hohe Kunst im Profifußball. In Bundesliga und Premier League gelang dies einem Verein, in Frankreich gleich vier Klubs. Abgeschlagen dagegen die Spanier.

DüsseldorfManchester City, Manchester United, FC Chelsea und der FC Liverpool haben in der vergangenen Saison gigantisch investiert. Umgerechnet auf die Kosten pro eingesetzten Spieler ergeben sich Summen zwischen 16 und 27 Millionen Euro. Das ermittelten die Schweizer Fußballforscher von Cies. In der Transfer-Rangliste der Premier League liegen sie damit vorne. Doch die Plätze in der Liga (4., 5., 10. und 8.) zeigen: Besonders effizient setzten sie ihre Millionen nicht ein.

Der FC Bayern und Borussia Dortmund wirtschafteten besser. Mit 14,7 Millionen und acht Millionen Euro pro Spieler gaben sie zwar ebenfalls viel Geld aus. Doch die beiden vorderen Plätze nach 34 Spieltagen rechtfertigten dies nachträglich.

Im Vergleich von Transferausgaben und Saisonergebnis ist nur ein Team in den fünf großen Ligen fantastisch: der englische Überraschungsmeister Leicester City. 2,7 Millionen Euro pro Spieler gab der Verein aus. Das bedeutete Platz 18 in der Transfer-Rangliste der Premier League. In der Endabrechnung stand der Meistertitel: eine Differenz von 17 Zählern zwischen Transferranking und Ligaplatz – einsame Spitze. Väter des Erfolgs: Trainer Claudio Ranieri und Sportdirektor Jon Rudkin.

Immerhin auf dem zweiten Platz aller fünf Ligen folgt ein deutscher Verein, der bereits seit Jahren durch eine kluge Einkaufspolitik aufgefallen ist: Mainz 05. Das war das Werk von Christian Heidel, der nun als Manager zu Schalke 04 geht. In seinem letzten Jahr machte er die Mainzer zum Transferkönig der Liga.

Im Schnitt gaben die Mainzer 0,8 Millionen Euro pro Spieler aus, das bedeutete in der Bundesliga Platz 16. Tatsächlich landeten sie nach 34 Spieltagen auf dem sechsten Platz und spielen nun in der nächsten Saison in der Europa League. Sie platzierten sich somit um zehn Ränge besser, als es nach der Geldrangliste zu erwarten gewesen wäre.

Wie außergewöhnlich dieses Abschneiden ist, zeigt ein Vergleich: So wenig wie die Mainzer gab kein einziger Klub der Premier League pro Spieler aus. In Spanien, Italien und Frankreich wäre Mainz mit diesem Investitionsniveau ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte im Transferranking gelandet. Mainz widerlegt damit einmal mehr die Regel, dass Geld die Fußballwelt allein regiert. Es sind oft auch gute Ideen.

In der Bundesliga bewiesen neben Mainz auch Ingolstadt, Hertha BSC, Darmstadt und Mönchengladbach, dass Millionen allein noch keine Erfolge bringen. Vor allem das Abschneiden der Aufsteiger aus Ingolstadt und Darmstadt ist bemerkenswert, weil ihre Transferkosten pro Spieler nur bei extrem niedrigen 0,2 bis 0,3 Millionen Euro lagen.

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