Transferpoker um Marco Reus
Vertragsverlängerung beim BVB in greifbarer Nähe

Im Transferpoker um den BVB-Mittelfeldstar Marco Reus deutet sich eine überraschende Wende an: Nach übereinstimmenden Informationen Dortmunder Medien hätten sich beide Seiten in den Verhandlungen deutlich angenähert.
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DüsseldorfEigentlich wurde zuletzt höchstens darüber spekuliert, zu welchem europäischen Spitzenklub der Dortmunder Mittelfeldstar Marco Reus im Sommer wechseln würde. Mit einem Verbleib bei der krisengeplagten Borussia aus Dortmund hatten in den vergangenen Wochen immer weniger Beobachter gerechnet.

Doch nun deutet sich im Transferpoker um den 25-jährigen Nationalspieler eine überraschende Wende an: Sowohl die Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ als auch der Lokalradiosender 91.2 berichten von einer deutlichen Annäherung beider Seiten in den Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung. Eine Verlängerung des bis 2017 laufenden Vertrags könne demnach noch im Februar auch offiziell verkündet werden.

Derzeit könnte Reus wegen einer Ausstiegsklausel in seinem bisherigen Vertrag im Sommer für knapp 30 Millionen Euro zu einem anderen Klub wechseln. Angesichts seines Marktwerts von derzeit rund 50 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) wittern europäische Spitzenklubs einen Toptransfer zu einem Schnäppchenpreis.

Allen voran Real Madrid soll sein Werben um Reus zuletzt intensiviert haben und ihn mit einem Jahresgehalt von sieben Millionen Euro netto gelockt haben. Eine spanische Zeitung vermeldete gar, dass sich Reus und die Königlichen bereits einig seien – doch sowohl der BVB als auch Reus' Berater Dirk Hebel dementierten die Meldung.

Der BVB will Reus die Ausstiegsklausel abkaufen und den Star der Mannschaft unbedingt halten. Sollte er seine Unterschrift unter den neuen Vertrag setzen, würde Reus bei Borussia Dortmund definitiv zum Topverdiener aufsteigen. Und sollte es doch zu einem vorzeitigen Wechsel kommen, würde der BVB dann wenigstens eine hohe Ablösesumme kassieren können.

Die Verhandlungen zwischen Reus' Beratungsagentur „Sports Total“ und BVB-Sportdirektor Michael Zorc und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke laufen noch, doch beide Seiten haben betont, sich mit einer Entscheidung nicht zu lange Zeit lassen zu wollen.

Anis Micijevic ist freier Journalist und schreibt für Handelsblatt Online. Quelle: Armin Dahl / Handelsblatt Online
Anis Micijevic
Handelsblatt / Spätdienst Online + Mobile

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