Transferrekord in England
Teuer, teurer, Premier League

Die Premier League gibt 1.185.000.000 Euro für Spieler aus. Ein Rekord mit zehn Ziffern vor dem Komma. Es ist selbst für die geldverwöhnten Klubs von der Insel eine Bestmarke. Was das für die Bundesliga bedeutet.
  • 1

LondonRoberto Firmino war nur der Auftakt. Die 41 Millionen Euro des FC Liverpool für Hoffenheims Brasilianer, die die Briten Ende Juni überwiesen, markierten lediglich ein paar Wochen einen Bundesliga-Ablöse-Rekord. Keine zwei Monate später war die Bestmarke bereits eingestellt. Mit Manchester City, die sich für geschätzte 75 Millionen Euro Kevin de Bruyne von Wolfsburg schnappten, kam der Käufer erneut von der Insel.

Teuer, teurer, Premier League: Spätestens seit in England das Transferfenster schloss, ahnten Experten, dass die Ablösesummen auf der Insel eine Bestmarke erreicht haben würde. Nun ist aus der Ahnung so gut wie Gewissheit geworden.

Wie aus in der Nacht zum Mittwoch veröffentlichten jüngsten Daten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hervorgeht, stellten die britischen Topklubs mit geschätzten Ausgaben von rund 1,185 Milliarden Euro erneut einen Transfer-Rekord auf. Die Fußball-Erstligisten von der Insel übertrafen damit in der abgelaufenen Sommer-Wechselperiode, die am Dienstagabend endete, die Bestmarke aus dem Vorjahr um rund 48 Millionen Euro.

Ein Rekord mit zehn Ziffern vor dem Komma. Die britischen Klubs agieren damit zumindest finanziell in einer anderen Liga als ihre deutschen Rivalen. Teuerster Einkauf war demnach Deutschlands Fußballer des Jahres Kevin De Bruyne, der für knapp 75 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu Manchester City wechselte. City gab insgesamt 218 Millionen Euro für neue Profis aus.

Zum Vergleich: Die gesamte Bundesliga investierte den Angaben zufolge lediglich knapp das Doppelte dieser Summe: 395 Millionen Euro. Und der Wettbewerbsnachteil der Bundesliga wird in den kommenden Jahren voraussichtlich noch größer werden: Mehr als drei Milliarden kann die Premier League demnächst pro Saison verteilen. Die Bundesliga wird bis zum Auslaufen der derzeitigen Verträge 2017 lediglich ein Viertel davon ausschütten.

Kommentare zu " Transferrekord in England: Teuer, teurer, Premier League"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • • Die Qualität einer Mannschaft steigt nicht automatisch propotional zu ihren Investitionen.

    • Dass aus hochklassigen Spielern eine hochklassige Mannschaft wird, ist keine Geldfrage und auch sonst kaum zu erzwingen.

    • Wer einen sündhaft hohen Preis für einen Spieler bezahlt, wird kaum denselben Preis wieder zurückbekommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%