„Tre Kronor“ spielen nur 0:0
Trinidad & Tobago überrascht gegen Schweden

Die Fußballweltmeisterschaft hat ihre erste kleine Sensation. Der Karibikstaat Trinidad & Tobago trotz dem haushohen Favoriten Schweden dank einer tollen kämpferischen Leistung ein 0:0 ab.

HB DORTMUND. WM-Neuling Trinidad und Tobago hat gleich zum Turnierauftakt für einen Paukenschlag gesorgt und den hoch gehandelten Schweden einen Fehlstart beschert. Trotz 45 Minuten in Unterzahl erkämpften die Fußballer aus der Karibik ein 0:0 gegen die Skandinavier. Avery John handelte sich in der 46. Minute die Gelb- Rote Karte und damit den ersten Platzverweis der WM ein. Vor 60 000 Zuschauern am Samstag in Dortmund blieben die Schweden den Nachweis schuldig, zu den Geheimfavoriten auf den Titel zu gehören.

Dagegen konnten die Fußballer aus dem kleinsten Land, das je bei einer WM angetreten ist, ausgelassen ihren verdienten Punktgewinn feiern. "Zehn gegen elf, das ist hart", sagte Leo Beenhakker, der Trainer von Trinidad und Tobago. "Ich erkenne natürlich an, dass die Schweden die besseren Chancen hatten, aber wenn man beide Sturmreihen miteinander vergleicht, dann bin ich schon glücklich und stolz über den Punktgewinn." Schweden-Coach Lars Lagerbäck meinte: "Die Jungs haben alles unter Kontrolle gehabt. Wir haben uns viele Chancen erspielt, aber nichts daraus gemacht. Das ist Fußball."

Beim Underdog begann überraschend der 37-jährige Shaka Hislop im Tor. Stammtorhüter Kelvin Jack musste passen, nachdem er sich beim Warmspielen eine Muskelverletzung in der Wade zugezogen hatte; mit einem Handtuch über dem Gesicht wurde der Pechvogel vom Spielfeld geführt. Bei den Schweden hatte sich Schlussmann Andreas Isaksson schon unter der Woche eine Gehirnerschütterung zugezogen und wurde von Rami Shaaban vertreten.

Beflügelt von 30 000 enthusiastischen Fans aus der Heimat, begannen die Skandinavier druckvoll und stürmisch. Nach einem Foul von Dwight Yorke an Fredrik Ljungberg direkt an der Strafraumgrenze bot sich schon in der 5. Minute eine gute Freistoßchance. Doch Henrik Larsson vom Champions-League-Sieger FC Barcelona schoss aus zentraler Position wuchtig am rechten Pfosten vorbei. Nach 22 Minuten verpasste Larsson eine scharfe Hereingabe von Zlatan Ibrahimovic von rechts nur knapp.

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