Treffen in Zürich
FIFA und WM-OK legen „Rede“-Streit bei

Franz Beckenbauer und FIFA-Präsident Joseph Blatter haben ihren Streit um das Rederecht bei der Eröffnungsfeier für die Weltmeisterschaft beigelegt. Der genaue Ablauf der 20-minütigen Feier bleibt zwar einstweilen unter Verschluss, ein Detail wurde aber schon verraten.

HB ZÜRICH. Bei einem Treffen am FIFA-Sitz in Zürich einigten sich der WM-OK-Präsident und der Chef des Weltverbandes nach eigenen Angaben auf ein Protokoll für die Zeremonie vor dem ersten Spiel zwischen Deutschland und Costa Rica am 9. Juni in München. Es ist davon auszugehen, dass sowohl Blatter als auch Beckenbauer bei der feierlichen Zeremonie zu Wort kommen werden.

In ersten Planungen war OK-Chef Beckenbauer nicht als Redner bei der Veranstaltung in seiner Heimatstadt vorgesehen gewesen, was zu Verstimmungen zwischen den Organisatoren und dem Weltverband geführt hatte. Blatter hatte auf den massiven Protest in deutschen Medien reagiert und ein angebliches Redeverbot umgehend dementiert.

Ein Detail der Eröffnungsfeier wurde von der FIFA schon verraten. So werden alle noch lebenden Weltmeister aus Brasilien, Italien, Deutschland, England, Argentinien, Uruguay und Frankreich eingeladen und in die Show integriert sein. Auch der wegen Dopings von der FIFA einst gesperrte Diego Armando Maradona, der 1986 Argentinien zum WM-Sieg geführt hatte, sei willkommen, hatte Blatter schon zuvor betont.

Ob Maradona jedoch nach Deutschland kommt, ist weiter offen. Die einstigen WM-Sieger sind auch Gäste des FIFA-Kongresses am 7. und 8. Juni in München, bei dem Bundeskanzlerin Angela Merkel die 207 Mitgliedsverbände begrüßen wird.

Das WM-OK reagierte bei dem Gipfeltreffen auf die von Blatter geäußerten Bedenken bezüglich der Eingangskontrollen bei den 64 WM-Spielen. Wegen der durch das Kartensystem nötigen Überprüfung der Identität der Ticketinhaber hatte die FIFA Verzögerungen beim Einlass befürchtet und sogar Sicherheitsbedenken geäußert. Nun sollen weitere Gespräche mit den Sicherheitsbehörden geführt werden, um mögliche Probleme zu vermeiden.

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