Trennung von Chelsea im Unfrieden
Gallas drohte mit Roter Karte und Eigentor

Die Mittel, mit denen Profis aus bestehenden Verträgen herauskommen wollen, werden immer obskurer. Bestes Beispiel: William Gallas. Der englische Meister FC Chelsea hat seinen ehemaligen und zum FC Arsenal gewechselten Abwehrspieler scharf angegriffen. "Er hat gedroht, ein Eigentor zu schießen oder sich absichtlich eine Rote Karte einzuhandeln", hieß es am späten Montagabend in einer Erklärung auf der offiziellen Internetseite des Klubs von Öl-Milliardär Roman Abramowitsch, mit der der Verein die Umstände für Gallas´ Transfer zum Klub des deutschen Nationaltorhüters Jens Lehmann aufklären will.

Gallas, der in der vergangenen Woche im Tausch mit dem englischen Nationalspieler Ashley Cole zum Club des deutschen Nationaltorwarts Jens Lehmann gewechselt war, streitet die Vorwürfe ab. „Ich bin überrascht und geschockt von diesen Vorwürfen. Ich habe nie gesagt, dass ich ein Eigentor schießen würde, wenn ich noch mal für Chelsea hätte spielen müssen“, sagte Gallas. Der Verteidiger hatte sich mit Chelsea-Trainer José Mourinho überworfen, weil der ihm keine Freigabe für einen Transfer zum AC Mailand gab. Er verlängerte deshalb nach der WM eigenmächtig seinen Urlaub, woraufhin Mourinho Gallas' geliebte Trikotnummer 13 an Neuzugang Michael Ballack vergab.

"Der FC Chelsea findet, dass es wichtig, den Fans die ganze Wahrheit über William Gallas zu schildern, über seinen mangelnden Respekt gegenüber den Fans, dem Trainer und dem Verein. Auch nach seinem Weggang hat er Jose Mourinho weiter attackiert. Das kann nicht so stehen gelassen werden", stand in der Erklärung.

Weiter hieß es, Chelsea habe Gallas ein sehr lukratives Angebot für eine Vertragsverlängerung unterbreitet, das dieser "allein wegen des Geldes" ausgeschlagen habe. Zudem habe er sich bereits beim vergangenen FA-Cup-Halbfinale gegen den FC Liverpool geweigert zu spielen, um ein besseres Angebot zu erzwingen. Auch vor dem ersten Meisterschaftsspiel dieser Saison gegen Manchester City habe Gallas abgelehnt mitzuwirken.

© SID

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