„Tri“ gegen Costa Rica jederzeit Herr der Lage
Ecuador schießt Deutschland ins Achtelfinale

Die Fußball-Nationalmannschaft Ecuadors hat ihr ganzen Land in einen Freudentaumel versetzt und Deutschland feiert mit: Dank eines ungefährdeten 3:0 (1:0)-Erfolgs gegen das auf ganzer Linie enttäuschende Team aus Costa Rica hat sich ihre "El Tricolor" vorzeitig zum ersten Mal in ihrer Geschichte für ein WM-Achtelfinale qualifiziert. Der Erfolg der Südamerikaner bedeutet zugleich, dass auch die deutsche Mannschaft nach dem 1:0 gegen Polen bereits nach dem zweiten Gruppenspiel das Ticket für die Runde der letzten 16 gelöst hat.

HAMBURG. Am kommenden Dienstag reicht Ecuador, dessen Leistung den Deutschen allerdings keine Angst einjagen muss, im direkten Duell mit der DFB-Auswahl in Berlin nun ein Unentschieden zum Gruppensieg.

Ecuadors Trainer Luis Suarez, der vor dem Spiel angekündigt hatte, diese "patriotische Tat" zu vollbringen", war außer sich vor Feude: "Ich bin so glücklich wie noch nie. Das ist ein Tag zum Feiern. Jetzt wollen wir mehr", kündigte er seinen Landsleuten am Äquator weitere Heldentaten an. "Das Achtelfinale soll nicht Endstation für uns sein."

Dem letzten Gruppenspiel blickte er nach diesem Riesenerfolg mit großem Optimismus entgegen: "Gegen Deutschland wird es sehr schwierig. Doch wir haben in der Qualifikation auch Argentinien und Brasilien geschlagen. Meine Mannschaft hat gegen Costa Rica alle Vorgaben umgesetzt und muss gegen Deutschland keine Angst haben. Wir werden eine große Partie liefern", versprach Suarez."

In Ecuador waren während der Live-Übertragung des Spiels Straßen und Plätze menschenleer. In den Büros und Amtsstuben saßen Tausende vor den TV-Geräten, Bauarbeiter drängten sich in Gaststätten vor dem Bildschirm. Schon nach dem 2:0 gegen Polen hatte das ganze Land euphorische Freudenfeste gefeiert.

Vor 50 000 Zuschauern im ausverkauften Hamburger WM-Stadion machten es die "Ticos" den Südamerikaner allerdings viel leichter, als man das erwarten durfte. Denn nichts war zu sehen vom erwarteten Ansturm Costa Ricas, denen nur ein Sieg weitergeholfen hätte. Trainer Alexandre Guimaraes wies anschließend Kritik an einer zu defensiven Taktik zurück und sah vielmehr seine Pläne jeweils durch die beiden schnellen Gegentore jeder Halbzeit durchkreuzt. "Mein Team hat diese beiden Niederlagen so nicht verdient. Aber wir haben unsere Chance verpasst und dann hatte der Gegner keine Gnade mit uns."

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