Fußball
Trikot-Einnahmen durchbrechen Schallmauer

Die 18 Vereine der Bundesliga kassieren in dieser Saison von ihren Trikotsponsoren erstmals mehr als 100 Mill. Euro. Krösus ist einmal mehr Bayern München, Abstriche musste der 1. FC Köln hinnehmen.

Die Brust aller 18 Bundesligisten ist vergeben: Nachdem Aufsteiger 1. FC Köln vor rund drei Wochen seinen kapitalen "Zypern-Flop" ausbügeln und als letzter Erstligist im ortsansässigen Versicherungskonzern Gerling einen Trikotsponsor für die kommende Spielzeit präsentieren konnte, starten die Bundesliga-Klubs allesamt mit "beflockter Brust" in die anstehende WM-Saison. Insgesamt stellen die Trikotsponsoren den Klubs 101,5 Mill. Euro zur Verfügung - knapp vier Mill. Euro mehr als in der vergangenen Spielzeit (97,7).

Gerling zahlt "nur" rund drei Millionen

Allerdings mussten insbesondere die Kölner finanzielle Abstriche hinnehmen. 4,35 Mill. sollte der ursprüngliche Deal mit dem Urlaubsland Zypern einbringen, für das die Kölner werben wollten. Es wäre ein Novum in der Bundesliga gewesen, denn erstmals hätte nicht gezielt ein Produkt, eine Marke oder ein Unternehmen im Vordergrund gestanden. Der Kölner Versicherungskonzern zahlt dagegen nur rund drei Mill. Euro per annum.

"Nach der Zypern-Geschichte war das keine angenehme Zeit. Ich war mir aber sicher, dass wir in der Öffentlichkeit keinen Schaden angerichtet haben. Dass soviele Unternehmen Interesse gezeigt haben, war ein positives Zeichen", meinte Kölns Vereins-Präsident Wolfgang Overath trotzig, der sich nach dem peinlichen Gezerre um den vermeintlichen Trikotsponsor sichtlich erleichtert zeigte.

Auch Stuttgart musste suchen

Neben dem VfB Stuttgart, der den Energiekonzern ENBW für die kommenden fünf Jahre gewinnen konnte und jährlich 4,5 Mill. Euro einstreicht, mussten sich die "Geißböcke" vor der Spielzeit als einziges Erstliga-Team um einen neuen Trikotsponsor kümmern. Der 1. FC Nürnberg sicherte sich nach längerer Suche bereits im Verlauf der vergangenen Spielzeit die Dienste von mister & lady jeans.

Am meisten wert ist nach wie vor die Brust der Profis von Doublegewinner Bayern München. Für die Werbung an exponierter Stelle zahlt T-Com rund 20 Mill. Euro pro Spielzeit. Der Titelverteidiger führt die Rangliste vor Borussia Dortmund (12,0 Mill. Euro/e.on) und Bayer Leverkusen (9,5/RWE) an.

© SID

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