Trikotsponsoring
Bundesliga hängt sogar die Premier League ab

Die Bundesliga ist beim Trikotsponsoring europaweit Spitze. Der Wirtschafts- und Finanzkrise zum Trotz konnten auch in diesem Jahr die Einnahmen gesteigert und die englische Premier League deutlich auf Distanz gehalten werden.

HB KÖLN. Laut einer Untersuchung der Sponsoringberatung Sport+Markt konnte die Bundesliga ihre Gesamteinnahmen mit der Werbung auf der Brust im Vergleich zur Saison 2008/2009 um 5,7 auf 108,6 Mill. Euro steigern und damit die englische Premier League (83,6 Mill. Euro) weiterhin deutlich auf Distanz halten.

"Der Werbeplatz auf einem Bundesligatrikot ist ein Premium-Kommunikationsmittel und auch in Krisenzeiten begehrt bei Unternehmen", sagte Hartmut Zastrow, Vorstand bei Sport+Markt. So hätten auch kleinere Vereine in Liga eins gute Verträge für ihr Trikotsponsoring. "Selbst die Aufsteiger verdienen über zwei Mio. Euro jährlich für Werbung auf der Spielerbrust", so Zastrow. "Das ist momentan in keiner anderen Fußballliga denkbar!" Topverdiener bei der Trikotwerbung ist in Europa der FC Bayern München. Der Rekordmeister erhält 20 Mio. Euro von Werbepartner T-Home.

Insgesamt stellte die Studie fest, dass die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise auf das Trikotsponsoring im Fußball noch keine negativen Auswirkungen hat. So konnte sich die Gesamteinnahme der sechs europäischen Top-Ligen mit 395,5 Mill. Euro sogar leicht um 2,3 Mill. Euro erhöhen.

Als Wettbewerbsnachteil erweisen sich für die Bundesliga gegenüber den Ligen in England, Italien und Spanien die Werberestriktionen für Wettanbieter. Mit zahlreichen neuen Trikotengagements hat laut der Studie die Sportwettenbranche ihr Sponsoringvolumen auf den Vereinsleibchen auf 56,4 Mio. Euro gesteigert. Diese Werbung ist jedoch in Deutschland verboten.

Den größten Anteil am Trikotsponsoringvolumen hält weiterhin die Finanzbranche mit 75,6 Mill. Euro. Das sind nur 5,1 Mill. Euro weniger als im Vorjahr. "Die Prophezeiungen über den Rückzug der Finanzbranche aus dem Sportsponsoring in der Wirtschaftskrise waren unbegründet", meinte Zastrow.

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