Trinidad und Tobago
"Soca Warriors" wollen Sensation gegen Paraguay

Trinidad und Tobago treffen heute in Kaiserslautern im letzten WM-Gruppenspiel auf Paraguay. Wenn die Karibik-Kicker gewinnen und Schweden in Köln gegen England verliert, wären die "Soca Warriors" im Achtelfinale.

Die Nationalmannschaft von Trinidad und Tobago wird sich im letzten Gruppenspiel ganz auf ihre eigene Aufgabe konzentrieren können. Die "Soca Warriors" spielen heute in Kaiserslautern gegen Paraguay (21 Uhr). Vor der entscheidenden letzten Partie hat Trainer Leo Beenhakker eine Nachrichtensperre von der parallel stattfindenden Partie zwischen England und Schweden in Köln verhängt.

"Ich will, dass sich meine Spieler 90 Minuten auf ihr Spiel konzentrieren und versuchen, es zu gewinnen. Danach warten wir auf das Ergebnis aus Köln", sagte der Coach vor den entscheidenden Duellen um den zweiten Achtelfinalplatz in der Vorrundengruppe B.

Er selbst will dagegen möglichst auf dem Laufenden bleiben. "Ich werde informiert sein, wenn sich im anderen Spiel etwas tut, denn davon kann abhängen, wie man die eigene Taktik verändert", sagte der Niederländer: "Je nachdem werde ich reagieren und die Mannschaft offensiver oder defensiver ausrichten." Nur bei einem eigenen Sieg gegen Paraguay und einer Niederlage der Schweden gegen England könnte der Traum vom Achtelfinale für den WM-Neuling und krassen Außenseiter wahr werden.

Karibik-Kicker wollen eigene Pflicht erfüllen

Für ihre letzte Chance wollen die Karibik-Kicker zumindest die eigene Pflicht erfüllen - was schwer genug wird. "Auf dem Papier sind wir noch nicht ausgeschieden, und das ist schon mehr als wir zum jetzigen Zeitpunkt des Turniers erwarten durften. Das gibt uns die Zuversicht, weiterhin unsere Chance zu suchen", so Beenhakker.

Was die Schützenhilfe der Engländer angeht, hat Teamkapitän Dwight Yorke ohnehin alles getan, was im Vorfeld möglich war. "Ich habe einige Jungs angehauen und ihnen gesagt, dass sie sich reinhängen sollen. Mit vielen von ihnen bin ich aus meiner Zeit bei Manchester United befreundet", berichtete der 34-Jährige. Mit früheren "Manu"-Teamkollegen wie David Beckham, Rio Ferdinand oder Gary Neville habe er jedenfalls mal telefoniert, erklärte Yorke.

Auch der einstige Stürmerstar der Premier League will sich jedoch nicht zu sehr von der eigentlichen Aufgabe ablenken lassen: "Unsere Pflicht ist es, gegen Paraguay drei Punkte zu holen, und mit unseren bisherigen Auftritten haben wir bewiesen, dass wir uns nicht verstecken müssen." Einzig mit dem Tore schießen haperte es bei den achtbaren Auftritten der "Trinis" gegen Schweden (0:0) und England (0:2).

Spiel der Ehre für Paraguay

Zu einem Spiel um die Ehre wird die Begegnung für Paraguay. Nach zwei 0:1-Niederlagen wollen sich die Südamerikaner zumindest nicht als Gruppenletzter verabschieden. Doch egal, wie die Partie ausgeht - in der Heimat werden schon mal die Messer gewetzt. Neben der Kritik an Coach Anibal Ruiz, der um seinen Job fürchten muss, erwartet die Spieler ein ungemütlicher Empfang durch ihre enttäuschten Fans. Im Internet wurde bereits zu Protesten bei der Rückkehr der Mannschaft aufgerufen.

© SID

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