Trotz Problemen beim Stadionbau
Curitiba bleibt WM-Spielort

Das Bangen hat für die Brasilianer ein Ende: In der Arena da Baixada in Curitiba werden wie geplant vier Gruppenspiele der Fußball-WM stattfinden. Trotz massiver Verzögerungen beim Bau bleibt das Stadion im Spielplan.
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FlorianópolisDie FIFA hält trotz massiver Verzögerungen beim Stadionumbau am brasilianischen WM-Spielort Curitiba fest. Dies erklärte Jérôme Valcke, Generalsekretär des Fußball- Weltverbandes, am Dienstag in Florianópolis. „Curitiba ist definitiv spät dran, aber in den letzten drei Wochen wurde viel gearbeitet. Es gibt keine andere Entscheidung, als dass Curitiba eine von zwölf WM-Städten sein wird“, sagte der Franzose. In der Arena da Baixada sind vier Vorrundenspiele vorgesehen, allerdings keines der deutschen Mannschaft.

Die lokalen Organisatoren hatten bis Dienstag Zeit, die Tauglichkeit und Baufortschritte nachzuweisen. Ein 36-seitiger Bericht überzeugte nun eine technische Kommission der FIFA offenbar davon, dass die Probleme mit der Arena zu lösen seien. „Am 15. Mai wird das Stadion völlig fertiggestellt sein“, versprach Valcke. Für Ende März und Ende April seien noch Testspiele geplant, um die Einrichtungen und Abläufe zu proben. Am Wochenende gab es in Brasilien bereits Gerüchte, wonach Curitiba aus dem Spielplan gestrichen werde.

Valcke hatte der 1,8-Millionen-Einwohner-Stadt im Januar wegen massiver Verzögerungen bei den Stadionbauarbeiten die Gelbe Karte gezeigt, woraufhin unter anderem die Zahl der Bauarbeiter um 40 Prozent erhöht wurde. In Curitiba sollen vier WM-Gruppenspiele ausgetragen werden: Iran - Nigeria (16. Juni), Honduras - Ecuador (21. Juni), Australien - Spanien (23. Juni) und Algerien - Russland (26. Juni).

Ricardo Trade, Generalsekretär des lokalen Organisationskomitees, räumte ein, dass man noch Mitte Januar befürchten musste, dass Curitiba kein WM-Standort sein könne. Das Stadion fasst 41 456 Fans. Die Kosten für den Umbau liegen offiziell bei etwa 234 Millionen Reais (76 Mio. Euro), nach Medienangaben aber bei 265 Millionen Reais (84,5).

Die Weltmeisterschaft wird in zwölf Städten und zwölf Stadien gespielt. Die ersten sechs Arenen waren bereits zum Confederations Cup im vergangenen Sommer fertig. Andere liegen deutlich hinter dem Zeitplan. So ist die Fertigstellung der Arena Corinthians in São Paulo, wo die WM am 12. Juni mit der Begegnung Brasilien - Kroatien eröffnet werden soll, erheblich verzögert. Ende November 2013 war ein Kran auf das Dach des Stadions gestürzt. Das auch als „Itaquerão“ bekannte Stadion soll am 15. April offiziell eröffnet werden. Es ist mittlerweile nach Angaben von Corinthians-Präsident Andrés Sánchez zu 97 Prozent fertig.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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