Trotz Sieg
Wolfsburg verpasst Champions-League-Comeback

Der VfL Wolfsburg schlägt Borussia Mönchengladbach verdient. Für Rang 4 reicht es dennoch nicht: Im Fernduell behielt Leverkusen die Oberhand.
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WolfsburgDer VfL Wolfsburg hat trotz eines Sieges zum Saisonende das Millionen-Spiel Champions League verpasst. Die Wölfe setzten sich zwar im Verfolger-Duell gegen Borussia Mönchengladbach hochverdient mit 3:1 (1:0) durch, im Fernduell um den Qualifikationsplatz vier behielt aber Bayer Leverkusen die Oberhand.

Der überragende belgische Nationalspieler Kevin de Bruyne (30.), Ivan Perisic (68.) und Robin Knoche (82.) erzielten die Treffer für den VfL, der damit zumindest Tabellenplatz fünf vor den Gladbachern sicherte. 

Es ist Wolfsburgs beste Platzierung seit dem sensationellen Meistercoup 2009 unter Felix Magath. Für die enttäuschenden Gladbacher hatte Christoph Kramer lediglich zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgeglichen (64.).

Von Anfang an zeigten vor allem die Wolfsburger, dass sie unbedingt in die Königsklasse wollen. Das von Trainer Dieter Hecking offensiv aufgestellte Team übte viel Druck aus und kombinierte gefällig. Die Gladbacher suchten ihr Glück fast ausschließlich über Konter, bei denen aber zunächst der Zug zum Tor fehlte. Max Kruse schien seine Nicht-Berücksichtigung für den WM-Kader in den Knochen zu stecken, der Stürmer spielte lange Zeit äußerst fehlerhaft. 

Als das Spiel an Tempo verlor, gab es den Weckruf auf der Anzeigetafel, wo in der 22. Minute der Leverkusener Rückstand gegen Bremen eingeblendet wurde. Aber erneut waren es die Hausherren, die daraufhin deutlich mehr investierten. Der Lohn war das hochverdiente 1:0 durch de Bruyne. 

Acht Minuten später traf Ivan Perisic mit einem direkten Freistoß die Latte. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel hatte der VfL aber Glück, dass der allein aufs Tor zulaufende Kruse an Torhüter Diego Benaglio scheiterte.

Der sichtlich unzufriedene Gladbach-Trainer Lucien Favre reagierte auf die schlechte Leistung seines Teams und brachte zur zweiten Halbzeit in Oscar Wendt einen frischen Mann. Die Fohlen kamen mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine, Wolfsburgs Defensive geriet zunehmend in Bedrängnis.

Auf der Gegenseite hätte Perisic für klare Verhältnisse sorgen können, doch der Kroate traf nach einem feinen Doppelpass mit de Bruyne wieder nur den Pfosten. Danach übernahm wieder der VfL die Kontrolle im Spiel. Der Ausgleich fiel daher überraschend und brachte die Gastgeber auch nicht aus dem Rhythmus.

Neben dem überragenden de Bruyne gefielen bei Wolfsburg auch Perisic und Knoche. Bei den Gästen erreichten lediglich Kramer und Marc-André ter Stegen Normalform.

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