Trotz Streitigkeiten
Pfister erwägt längeres Engagement für Togo

Trotz aller Streitigkeiten während der WM und seinem zwischenzeitlichen Rücktritt erwägt Otto Pfister auch über die WM hinaus als Trainer des togolesischen Nationalteams zu arbeiten.

Eigentlich hatte Otto Pfister schon das Handtuch als Trainer Togos geworfen, doch nun sieht es so aus, als könnte der Deutsche sogar über die WM hinaus bei den "Sperbern" bleiben. Obwohl Togos Vorrundenaus nach zwei Niederlagen bereits vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Ex-Weltmeister Frankreich besiegelt war, hat Verbandspräsident Balakiyem "Rock" Gnassingbe den gebürtigen Kölner gebeten, weiter als Coach zur Verfügung zu stehen.

"Er hat mich angerufen und gebeten zu bleiben", erklärte Pfister, der sich allerdings noch Bedenkzeit genommen hat: "Ich habe ihm gesagt, dass wir erst das Turnier zu Ende bringen wollen. Zu den Spielern habe ich ein sehr gutes Verhältnis, aber Fußball ist ein Kollektivspiel."

Damit dürfte Pfister auf einige Funktionäre im togolesischen Verband angespielt haben - allen voran auf Generalsekretär Assogbavi Komlan. Gegen Komlan hat Pfister für die Zeit nach der WM eine Klage wegen Rufschädigung angekündigt, nachdem Komlan dem Deutschen nach dem 1:2 zum Auftakt gegen Südkorea Alkoholprobleme unterstellt hatte.

Pfister zeigt Bereitschaft zur Weiterarbeit

Grundsätzlich ist Pfister, der im Februar die Nachfolge des entlassenen Stephen Keshi angetreten hat und für den Togo bereits die neunte Station als Nationaltrainer ist, offenbar nicht abgeneigt, die "Sperber" weiter zu betreuen. Eine Voraussetzung ist jedoch, dass sich ein Prämienstreit zwischen Spielern und Verband wie bei der WM nicht wiederholt.

Vor dem Auftakt gegen Südkorea hatte Pfister aus diesem Grund eigentlich fristlos gekündigt und war zu seiner Familie in die Schweiz "geflüchtet", um dann doch auf die Bank zurückzukehren. Erst auf Druck des Weltverbandes und nach einer Zahlungsgarantie der Fifa konnte ein Boykott der Spieler vor dem zweiten Vorrundenspiel gegen die Schweiz abgewendet werden.

Adebayor: "Wir vertrauen ihm"

Geht es nach den Spielern, soll Pfister, dessen größter Erfolg der Gewinn der U17-WM mit Ghana 1991 war, die Mannschaft auch nach der Rückkehr aus Deutschland weiter betreuen. "Er ist ein guter Motivator", erklärte Stürmerstar und Wortführer Emmanuel Adebayor vom Champions-League-Finalisten Arsenal London stellvertretend für seine Kollegen: "Wir vertrauen ihm."

© SID

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