Fußball
Tunesien verabschiedet sich mit Sieg

Mit einem 2:0-Erfolg gegen Australien im letzten Gruppenspiel des Confederations Cup hat sich Tunesien aus Deutschland verabschiedet. Silva dos Santos erzielte beide Tore für den Afrikameister.

Afrikameister Tunesien hat sich mit einem Sieg im "Duell der Verlierer" gegen Australien vom Fifa Confederations Cup verabschiedet. Die Mannschaft von Roger Lemerre kam in Leipzig dank des 2:0 (1:0)-Erfolges im bedeutungslos gewordenen Match auf den dritten Rang in der Gruppe A. Frankreich-Profi Santos war mit einem "Doppelpack" in der 26. und 70. Minute der "Mann des Abends".

Doppelpack von Santos

Der gebürtige Brasilianer staubte in der ersten Hälfte ab, nachdem der vom eigenen Mann Lucas Neill behinderte australische Ersatzkeeper Michael Petkovic eine Flanke nicht festhalten konnte. 20 Minuten vor dem Ende war Santos mit einem Linksschuss erfolgreich. Australien und Tunesien hatten ihre beiden ersten Partien gegen Deutschland und Argentinien jeweils verloren und waren damit ohne Chance auf den Halbfinaleinzug.

Beim punktlosen Tabellen-Schlusslicht Australien zog Trainer Frank Farina dennoch eine positive Turnierbilanz: "Wir nehmen viel Positives mit nach Hause. Meine Spieler haben viel gelernt und zusätzliches Selbstvertrauen bekommen."

Obwohl es im Zentralstadion nur um die "goldene Ananas" ging, sorgten die rund 23 952 Zuschauer bei schwüler Witterung und Gewitter-Regen über weite Strecken für eine tolle Atmosphäre. Rund 7 000 Tickets waren als Freikarten für Schulen und an Vereine abgegeben worden.

Erste Chance für Australien kurz vor der Pause

Australiens Trainer Frank Farina bot zwar neben dem vierfachen Turnier-Torschützen John Aloisi in Mark Viduka und Jason Culina zwei weitere Stürmer auf, die "Socceroos" blieben aber zunächst ungefährlich. Erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff setzte Culina für die besser ins Spiel kommenden Australier mit einem Schuss aus spitzem Winkel ans Außennetz ein Achtungszeichen.

Der eingewechselte Archie Thompson (56.) scheiterte am herausstürmenden Torwart Hamdi Kasraoui. Tim Cahill und Tony Vidmar hatten dann die größten Chancen für "Down Under", Cahill verfehlte freistehend vor dem Tor mit einem Scherenschlag (67.), und Vidmar hatte mit einem Schuss ans Lattenkreuz (72.) Pech.

Die umgestellte Abwehr der Australier erwies sich wie beim 0:1 nicht immer sattelfest. Nach einem direkt aus 22 Metern ins Netz beförderten Freistoß von Adel Chadli (23.), der an Freund und Feind vorbeisegelte, kam allerdings völlig zurecht der Abseitspfiff vom souveränen Schiedsrichter Carlos Chandia aus Chile. Haykel Guemamdia stand knapp im Abseits.

Aloisi bleibt diesmal blass

John Aloisi, der in den beiden ersten Partien jeweils zweimal traf, konnte sich diesmal nicht mit gefährlichen Aktionen für den angestrebten Wechsel in die Bundesliga empfehlen. Bei den Tunesiern stand besonders Jawhar Mnari im Mittelpunkt des Interesses. Der vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg verpflichtete Mittelfeldspieler wurde in die zentrale Abwehr beordert und blieb vor allem als Bewacher von Mark Viduka, der zur Pause ausgewechselt wurde, ohne Fehler. Auffälliger war Mehdi Nafta, der im Mittelfeld die Fäden knüpfte und auch die Flanke vor dem 1:0 gab.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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