TV-Rechte ab 2012: Die Champions League darf nicht zum ZDF

TV-Rechte ab 2012
Die Champions League darf nicht zum ZDF

Heute endet für die TV-Anstalten die Angebotsfrist für die Übertragungsrechte der Fußball Champions League ab 2012. Hierzulande streiten sich Sat1 und das ZDF darum. Warum der Mainzer Sender nicht zum Zuge kommen darf. Ein Kommentar.
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Der FC Bayern München kämpft in diesen Wochen verbissen darum, noch Dritter in der Fußball-Bundesliga zu werden und sich damit wenigstens noch die Teilnahme an der Qualifikationsrunde zur Champions League zu sichern. Nicht nur, weil die "Königsklasse" eine sprudelnde Geldquelle für den Klub ist. Auch weil das Finale im Mai 2012 ausgerechnet in München stattfindet. Übertragen wird es im frei empfangbaren Fernsehen von Sat1 - so wie die jetzt zu ende gehende und auch die gesamte kommende Spielzeit der Champions League.

Wer die begehrten Übertragungsrechte aber in den Jahren danach bis 2015 bekommen wird, entscheiden bald Uefa und ihre Vermarktungsagentur "Team". Heute endet die Angebotsfrist. Pro Saison dürften die Rechte zwischen 45 und 50 Millionen Euro einbringen.

Aus deutscher Sicht läuft es auf einem intensiven Zweikampf zwischen dem jetzigen Rechteinhaber Sat 1 und dem ZDF hinaus. Denn auch dem Sender aus Mainz haben die hohen Quoten in der begehrten Zielgruppe Appetit auf europäischen Spitzenfußball gemacht. Leider, muss man aus medienpolitischer Sicht deutlich sagen. Denn es gibt mehrere Gründe, warum das ZDF nicht zum Zuge kommen darf.

So wird das ZDF mit Werbung keinen Cent der Ausgaben refinanzieren. Also muss der Gebührenzahler ran. Nun ist es das gute Recht des öffentlich-rechtlichen Senders, über seine Einnahmen frei zu verfügen. Aber wer 45 Millionen Euro für die Champions League ausgibt, muss woanders sparen. Und das wird das ZDF bei "kleineren" Sportarten tun.

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