TV-Rechte in der Bundesliga
DFL plant Montagsspiele und kürzere Sportschau

Die Bundesliga pokert um mehr Geld für Übertragungsrechte in TV und Internet. Die DFL will daher Montagsspiele einführen. Zudem soll es weniger freie Berichte in der ARD-Sportschau geben. Das Kartellamt prüft dies.
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Frankfurt/MainDer Milliardenpoker um die TV-Rechte in der Bundesliga geht los. Ziel dabei ist: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will so viel wie möglich aus den Fernsehanstalten und Internetanbietern herausholen, um im Konkurrenzkampf mit der englischen Premier League nicht weiter an Boden zu verlieren.

Die bestmögliche Vermarktung des Premiumprodukts Bundesliga wird daher von der Liga generalstabsmäßig vorbereitet. Seit Monaten wird intern und auf Fachkongressen um Konzepte gerungen. Nun ist ein Papier auf dem Tisch, das bereits an das Kartellamt weitergeleitet worden ist. Wenn es bei den Wettbewerbshütern durchgeht, kann das Spiel mit Sky, ARD, ZDF und weiteren Interessenten so richtig losgehen.

Wichtige, geplante Neuerungen hat am Freitagabend das Fachmagazin „Sponsors” veröffentlicht. Die Informationen des führenden deutschsprachigen Anbieters von Informationen im Sportbusiness kommentierte die DFL dem Magazin gegenüber. Auch den Agenturen dpa und sid bestätigte die DFL die Vorschläge, die nun beim Kartellamt liegen.

Im Kern geht es um folgendes: Die Liga will ab der Saison 2017/18 zwei neue Anstoßzeiten einführen. Der erste Vorschlag für die Vergabe der milliardenschweren Medienrechte sieht nun fünf Montagsspiele um 20.15 Uhr und fünf zusätzliche Partien am Sonntag um 13.30 Uhr vor. Damit würde der gesamte Sonntagnachmittag bis ca. 20 Uhr mit Profi-Fußball abgedeckt.

Rund die Hälfte der Spiele, circa 158 von 306 Spielen, sollen weiterhin samstags um 15.30 Uhr stattfinden. Bislang sind es 158 bis 184 von 306 Spielen. Auch wenn der Samstagnachmittag damit als Kernspieltag beibehalten werden soll, dürfte die angedachte Verlegung von maximal zehn Begegnungen pro Saison für heiße Debatten an den Stammtischen sorgen.

Vor sechs Jahren hatten bereits viele Fans gegen die Einführung des zweiten Sonntagsspiels um 15.30 Uhr protestiert. Laut DFL dienen die neuen Anstoßzeiten der Entlastung der in der Europa League vertretenen Clubs, die im internationalen Wettbewerb jeweils donnerstags ran müssen.

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