TV-Tor zur Welt
„Wir geben zurück nach München“

München ist vom 9. Juni bis 9. Juli in doppelter Hinsicht WM-Spielort. Der 13. neben den 12 Stadien-Spielorten befindet sich auf dem Münchener Messegelände, der während der Fußball-Weltmeisterschaft zum TV-Tor für die Welt wird.

HB MÜNCHEN. Vom "International Broadcast Center (IBC)" werden die Live-Bilder von den 64 Spielen für ein globales Fernseh-Publikum von insgesamt 30 Milliarden ausgesendet. Am kommenden Montag halten die ersten Mitarbeiter der Sender Einzug, am 12. Mai wird "der Kopf, das Herz und der Bauch" der TV-Übertragungen, so das Organisationskomitee, von seinem Präsidenten Franz Beckenbauer offiziell eingeweiht.

Das IBC besteht aus zwei Messehallen, eine Halle steht als Pressezentrum für Print-Journalisten zur Verfügung. Im so genannten Master-Control-Room der Schweizer Firma HBS (Host Broadcast Service) kommen die Signale aus den 12 WM-Stadien an und werden hinaus in die Welt gesendet. An die 100 Rundfunkanstalten werden nach Angabe von HBS, einer Tochter des TV-Rechteinhabers Infront&Media, mit etwa 2000 Mitarbeitern im IBC ihre Büros, Studios und Technikräume auf 10 000 Quadratmetern einrichten.

"Wir geben zurück nach München" - von diesem Satz, mit dem die Reporter und Kommentatoren in den Stadien ihre Beiträge beenden und zu den Kollegen ins IBC schalten werden, erhoffen sich Stadt und Messe einen Popularitätsschub. 96 Millionen Euro hat die Messe in die Hallen investiert. München hat sich als Standort für die prestigeträchtige Medienzentrale vor vier Jahren gegen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Leipzig durchgesetzt.

Oberbürgermeister Christian Ude ist überzeugt, dass München während der WM im Mittelpunkt "weltweiter Aufmerksamkeit" stehen wird. "Diese Erwartungen sind sicherlich begründet", sagte Manfred Martens, der für das WM-OK als Projektleiter vor allem für die Belange der schreibenden Journalisten zuständig ist. Für die Printmedien ist das Zentrum bei der dezentralen Großveranstaltung WM allerdings von geringerer Bedeutung.

Noch werden im Medienzentrum Kisten ausgepackt, Kabel verlegt und Studios gezimmert. Spätestens vom WM-Anpfiff am 9. Juni beginnt das volle Live-Leben. Bei der WM 2002 lieferte HBS mit Hilfe von 300 Sendepartnern ein 41 100-Stunden-Programm, das in 213 Länder ging. Diese Zahlen werden bei der WM 2006 noch übertroffen.



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Die größte Sendefläche mietete der mexikanische TV-Riese Televisa, der bis zu 50 Millionen fußballbegeisterte Zuschauer in Mittelamerika mit der WM-Berichterstattung aus Deutschland versorgt. 950 Quadratmeter groß und acht Meter hoch ist das Televisa-Studio, aus dem fast 24 Stunden täglich gesendet werden soll. Gerade wegen der Zeitverschiebung wird im Medienzentrum rund um die Uhr reger Betrieb herrschen. Martens nennt das "eine logistische Herausforderung".

Neben technischem Equipment werden für die Medienschaffenden aus aller Welt auf dem Messegelände auch Cafés, Biergärten, Kioske, Bankschalter, Reisebüros und eine Poststelle eingerichtet. Auf einem 30 000 Quadratmeter großen Freigelände sind Satellitenschüsseln aufgebaut und ist Platz geschaffen für Lagerflächen.

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