U21 vor richtungsweisendem Playoff-Match
Dem Jugendstil geopfert

Bundestrainer Joachim Löw stiehlt der U-21-Auswahl des DFB von Dieter Eilts immer mehr Talente. Verliert der Nachwuchs heute Abend das alles entscheidenden Playoff-Match zur EM 2007 gegen England, drohen karge Jahre.

LEVERKUSEN. Dieter Eilts gehört nicht zu den Menschen, die mit Emotionen hausieren gehen. Dass Spiele gegen England „immer ein besonderes Ereignis“ seien, lässt sich der Fußballtrainer der deutschen U-21-Nationalmannschaft gerade noch entlocken und dass seine Mannschaft „gute Chancen“ habe, ihr Ziel zu erreichen, sagt der norddeutsch kühle Ostfriese ebenso. Alles andere spielt sich hinter verschlossenen Türen ab. So wie vor knapp einem Jahr, als Eilts nach der geglückten Qualifikation für die U-21-EM 2006 voll bekleidet in den Whirlpool der Leverkusener BayArena sprang. Gerne würde er diese Zeremonie heute Abend an gleicher Stelle wiederholen.

Im November 2005 war die Stimmung beim Fußball-Nachwuchs auf dem Siedepunkt. Die EM-Qualifikation gelang und im Sommer darauf bestritt Jürgen Klinsmann mit acht U-21-Spielern die erfolgreiche WM in Deutschland. Obwohl Eilts stets ohne Talente wie Lukas Podolski oder Bastian Schweinsteiger auskommen muss, betreut er momentan die wohl stärkste deutsche Juniorenmannschaft aller Zeiten. Fast alle seine Spieler von Stefan Kießling bis Markus Brzenska sind feste Größen in ihren Bundesligaklubs. Noch vor fünf Jahren kamen mangels Alternativen Oberligaspieler zum Einsatz.

Die Euphorie ist aber deutlich abgeebbt, denn die Teilnahme an der EM 2007 in den Niederlanden ist in Gefahr. Im alles entscheidenden Playoff-Match heute Abend in Leverkusen gegen England (20:15 Uhr) muss die Eilts-Elf einen 0:1-Rückstand aufholen. Im Hinspiel am Freitag in Coventry waren die Briten deutlich dominanter. Nur Torwart Michael Rensing von Bayern München bewahrte die DFB-Auswahl vor einem höheren Rückstand.

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