Uefa-Chef will Blatter beerben
Fifa-Präsident? Platini sagt „Oui“

Er macht's: Michel Platini will Nachfolger des umstrittenen Fifa-Chefs Sepp Blatter werden. Er habe einen entsprechenden Brief an die 208 Mitgliedsverbände gesendet, sagte er. Unbelastet ist er indes nicht.
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Nyon, BerlinDer Top-Kandidat geht ins Rennen um die Nachfolge von Joseph Blatter. Uefa-Präsident Michel Platini will am 26. Februar 2016 der Nachfolger Joseph S. Blatters an der Spitze des Fußball-Weltverbandes Fifa werden. Der Franzose gab am Mittwoch offiziell seine Kandidatur um das Amt des Fifa-Präsidenten bekannt. Er habe einen entsprechenden Brief an alle 208 Mitgliedsstaaten des Fußballweltverbands geschickt, gab er bekannt.

„Es war eine sehr persönliche, gut durchdachte Entscheidung, bei der ich die Zukunft des Fußballs gegenüber meiner Zukunft abgewogen habe“, schrieb Platini. „Es gibt Momente im Leben, in denen man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen muss. Dies ist ein solcher Moment.“

Nach der Treuebekundung von zahlreichen Verbänden will der Uefa-Präsident nun Blatter im Amt ablösen. Zuvor soll der Franzose die Zusagen der Konföderationen aus Europa, Asien, Südamerika und Nord- und Zentralamerika für die Nachfolger-Kür des scheidenden Joseph Blatter am 26. Februar erhalten haben.

Auch der Deutsche Fußball-Bund hatte sich zuletzt positiv über eine mögliche Bewerbung des Uefa-Präsidenten für das Amt geäußert. „Natürlich ist Michel Platini ein geeigneter Kandidat“, sagte DFB-Chef Wolfgang Niersbach, der wiederum als möglicher Nachfolger Platinis an der Spitze der Uefa gilt.

Der DFB-Boss hat Uefa-Chef Michel Platini bei dessen Kandidatur für das Fifa-Präsidentenamt die „volle Unterstützung“ des Deutschen Fußball-Bundes zugesichert. „Michel Platini war als Spieler auf dem Platz ein toller Kapitän, steht seit 2007 an der Spitze der Uefa und ist gerade für vier weitere Jahre einstimmig im Amt bestätigt worden. Als Präsident hat er gezeigt, dass er in der Lage ist, eine große Organisation zu führen“, sagte Niersbach am Mittwoch in einem Interview auf der DFB-Homepage.

Die Frage, ob er für den Fall von Platinis Wahl zum Fifa-Boss dessen Nachfolge bei der Uefa anstrebe, ließ Niersbach offen. „Wie sich die Uefa aufstellt, wird vom 14. bis 17. September 2015 bei der ohnehin angesetzten Vollversammlung aller 54 Mitgliedverbände auf Malta thematisiert“, sagte der DFB-Präsident. „Bis dahin bringt es nichts, sich an irgendwelchen personellen Spekulationen zu beteiligen.“

Als künftigen DFB-Präsidenten brachte Karl-Heinz Rummenigge nun Reinhard Rauball ins Spiel. Der Ligapräsident wäre „eine gute Alternative“, sollte Niersbach den nächsten Karriereschritt auf Funktionärsebene machen, sagte Bayern Münchens Vorstandschef der „Sport Bild“ (Mittwoch).

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