Uefa-Cup-Einstand für Stuttgarter Trainer
Veh will über Middlesbrough zum Erfolg

Kaum ist Armin Veh im Amt, muss sich der Neu-Trainer des VfB Stuttgart bereits auf der internationalen Bühne beweisen. In der Zwischenrunde des Uefa-Cups müssen die Schwaben heute gegen den englischen Vertreter FC Middlesbrough (20.45 Uhr/live im DSF) antreten. Ruhe ist bei den Schwaben nach dem Rausschmiss von Giovanni Trapattoni allerdings noch lange nicht eingekehrt.

"Wir befinden uns nicht auf der Titanic. In der Liga sind wir nur drei Punkte von einem Europacup-Platz entfernt und auch noch im Uefa-Cup dabei. Da muss man keine Untergangsstimmung verbreiten", betonte Teammanager Horst Heldt und macht keinen Hehl daraus, dass er den neuen Coach Armin Veh nicht nur als Übergangslösung sieht. Heldt: "Unser Ziel ist eine langfristige Zusammenarbeit mit ihm, es soll Kontinuität reinkommen."

Hinkel angeschlagen draußen

Dem Trapattoni-Nachfolger, der am vergangenen Samstag bei seinem Debüt auf der VfB-Bank eine Niederlage (1:2 bei Arminia Bielefeld) einstecken musste, läuft allerdings die Zeit davon. "Ich muss sehen, was ich auf die Schnelle ändern kann", sagte der 45-jährige Veh und weiß um die Erwartungen beim Rennen gegen die Uhr: "Es geht nur darum, dass wir möglichst viele Siege einfahren."

Allerdings muss Veh am Donnerstag bei seiner Uefa-Cup-Premiere gegen den Tabellen-16. der Premier League nicht nur den Ausfall von Nationalspieler Andreas Hinkel (Oberschenkelzerrung) verkraften. Der gebürtige Augsburger wird vermutich auch noch einige Wochen unter den "Nachwehen" der Trapattoni-Ära leiden müssen. Bezeichend, dass Fernando Meira am vergangenen Wochenende nach seiner ersehnten Versetzung von der Abwehr ins Mittelfeld eingestehen musste, dass er derzeit für die laufintensive Rolle nicht fit genug sei.

Veh indes hält sich mit Vorwürfen in Richtung "Trap" zurück. "Ich werde mich nicht dazu äußern, was hier vor meiner Zeit passiert ist. Ich lebe in der Gegenwart", meinte der einstige Coach von Hansa Rostock diplomatisch, will aber mit einem Hinspielsieg und der Rückkehr zum erfrischenden Offensivfußball auch die Fans versöhnen. Bis Mittwochfrüh waren erst rund 15 000 Tickets für das Hinspiel verkauft.

Uefa-Cup für "Boro" nur Nebensache

Der abstiegsgefährdete FC Middlesbrough, in dessen Reihen unter anderem der deutschstämmige australische WM-Keeper Mark Schwarzer sowie der frühere Leverkusener Bundesliga-Profi Emanuel Pogatetz stehen, reiste mit breiter Brust und einem fast sensationellen 3:0 gegen den designierten Meister FC Chelsea im Gepäck nach Stuttgart.

"Boro"-Trainer Steve Mcclaren lässt aber keinen Zweifel über seine Prioritätenverteilung. "Die Premier League ist uns viel wichtiger als der Uefa-Cup", behauptete Mcclaren. Doch ausgerechnet im Uefa-Cup sind die Engländer in dieser Saison noch ohne Gegentreffer. Veh kann im neunten Europacup-Spiel des VfB gegen eine englische Elf (2 Siege/1 Unentschieden/5 Niederlagen) wieder auf die zuletzt angeschlagenen Thomas Hitzlsperger (muskuläre Probleme), Ludovic Magnin (Nasen-OP) und Keeper Timo Hildebrand (Augenverletzung) zurückgreifen.

© SID

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