Uefa-Cup
Schalke rennt vergeblich an

Beim FC Schalke 04 läuft es wie in der Bundesliga auch im Uefa-Pokal nicht mehr rund. Im Halbfinal-Hinspiel vor heimischem Publikum gegen den FC Sevilla drehte das Slomka-Team erst viel zu spät richtig auf – und handelte sich eine unnötige zusätzliche Hypothek für das Rückspiel ein.

GELSENKIRCHEN. Die Königsblauen kamen im Halbfinal-Hinspiel gegen den FC Sevilla über ein 0:0 nicht hinaus und stehen nach fünf Bundesliga-Spielen in Folge ohne Sieg im Rückspiel am 27. April in Andalusien vor einer extrem schweren Aufgabe. Zudem ist dann auch noch Abwehrspieler Mladen Krstajic gesperrt, nachdem er wegen einer Tätlichkeit zehn Minuten vor dem Ende der Partie die Rote Karte erhielt.

Die Mannschaft von Cheftrainer Mirko Slomka, die erst nach dem Feldverweis für Krstajic in der Offensive wirklich aufdrehte und sich noch einige gute Siegchancen erarbeitete, muss sich im Rückspiel gegen den Tabellensechsten der spanischen Primera Division erheblich steigern, um nach dem „Wunder von Mailand 1997" zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Uefa-Pokal nach Gelsenkirchen zu holen und die Ehre des deutschen Fußballs im Europapokal zu retten.

„Sevilla hat sehr kompakt gestanden. Es war schwer da durchzukommen. Vom Engagement her kann man uns keinen Vorwurf machen, auch wenn unser Spiel nicht so flüssig war. Das wird im Rückspiel noch ein ganz schwerer Brocken“, sagte Fabian Ernst und Christian Poulsen ergänzte: „Wir waren spielbestimmend, leider hat es nur zu einem 0:0 gereicht. Wir haben aber immer noch gute Chance, mit einem 1:1 in Sevilla weiterzukommen.“

Slomka machte gegen den spanischen Meister von 1946 seine Ankündigung wahr: Er verbannte die Stars Kevin Kuranyi und Lincoln zunächst auf die Ersatzbank. Mit 53 551 Zuschauern in der Schalker Arena im Rücken vermochten sich die Königsblauen in ihrem 91. Europacup-Auftritt seit 1958 im Vergleich zu den jüngsten Bundesliga-Partien (3 Punkte aus fünf Partien) zu steigern. Sie waren engagiert und kämpften, aber das war gegen die ballsicheren und technisch versierten Spanier zu wenig. Dennoch gab es Chancen für die „Knappen". So scheiterte Gerald Asamoah in der siebten Minute an dem gut reagierenden Torhüter Andres Palop und Gustavo Varela setzte den Ball aus 18 Metern über das Tor der Spanier.

Dem Schalker Spiel fehlten in der Vorwärtsbewegung aber die Ideen und Überraschungsmomente. Dazu war Hamit Altintop als Vertreter von Lincoln nicht in der Lage. Immerhin stand die Abwehr kompakt und gut, dirigiert von dem brasilianischen Routinier Marcelo Bordon. Die Schwachstelle lag aber im Mittelfeld. Hier wussten sich Nationalspieler und WM-Anwärter Fabian Ernst und Varela kaum in Szene zu setzen.

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