Fußball
Uefa-Generaldirektor attackiert Rummenigge

Der Generaldirektor der Europäischen Fußball-Union (Uefa), Lars-Christer Olsson, hat die Kritik von Karl-Heinz Rummenigge am neuen Fernsehvertrag für die Champions League zurückgewiesen und dem Vorstandschef des FC Bayern München Ahnungslosigkeit vorgeworfen.

dpa MüNCHEN. Der Generaldirektor der Europäischen Fußball-Union (Uefa), Lars-Christer Olsson, hat die Kritik von Karl-Heinz Rummenigge am neuen Fernsehvertrag für die Champions League zurückgewiesen und dem Vorstandschef des FC Bayern München Ahnungslosigkeit vorgeworfen.

„Ich denke, Herr Rummenigge versteht nicht, wie das Geschäft läuft. Wir schreiben öffentlich aus, erhalten drei, vier Angebote und dann wird das beste ausgewählt. Wieso sollten wir jeden einzelnen um Erlaubnis fragen?“, sagte Olsson in einem Interview der Zeitung „Die Welt“.

Rummenigge hatte die ausschließliche Vergabe der Champions-League- Übertragungsrechte an den Pay-TV-Sender „Premiere“ kritisiert und ein Mitspracherecht der Vereine eingefordert. „Ich halte diesen Vertrag für politisch grenzwertig, wenn alle Rechte ins Pay-TV wandern, und außerdem ist die Höhe der Zahlung nicht so, dass man so einen Zirkus veranstalten muss“, betonte Rummenigge in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Seinem Ärger habe er vergangene Woche bei einer Uefa-Sitzung Luft gemacht.

Der FC Bayern fürchtet durch eine ausschließliche Ausstrahlung im Bezahlfernsehen finanzielle Einbußen bei den Sponsorengeldern. Olsson konterte jedoch Rummenigges Kritik. „Es kann nicht sein, dass ein Club ausschert und meint, er brauche Sonderrechte“, sagte der Schwede. Auch Bayern München verdiene viel Geld durch die Champions League und könne sich weltweit exzellent präsentieren.

Für den bevorstehenden Abschluss der neuen TV-Verträge der Bundesliga-Vereine erwartet Rummenigge offenbar eine andere Lösung als auf europäischer Ebene. „Ich bin felsenfest überzeugt, dass die Deutsche Fußball Liga dieses Thema intelligenter und mit mehr Sensibilität behandelt als es die Uefa getan hat“, sagte er. Der Bayern-Chef hofft auf eine Erhöhung der TV-Einnahmen der Bundesliga- Clubs von bislang 300 auf mindestens 500 Mill. Euro im Jahr.

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