Uefa-Pokal
Eintracht punktet bei Celta Vigo

Dank eines Zufallstreffers von Alexander Huber und einer Steigerung nach der Pause hat sich Eintracht Frankfurt den ersten Punkt in der Gruppenphase des Uefa-Pokals erkämpft. Trotz 30-minütiger Unterzahl kam der Fußball-Bundesligist zu einem glücklichen 1:1 (1:1) beim spanischen Club Celta Vigo und erhielt sich damit die Chance zum Weiterkommen.

dpa VIGO. Jesus Perera hatte den Tabellen-Elften der Primera Division vor 10 000 Zuschauern in der 10. Minute mit einem Kopfball in Führung gebracht, Huber glich nach einem Abwehrfehler der Spanier aus (17.). Nach Gelb-Rot für Spielmacher Alexander Meier (59.) mussten die Gäste in der letzten halben Stunde mit einem Mann weniger auskommen

Die Hessen waren vor zwei Wochen mit einer unglücklichen 1:2- Heimniederlage gegen US Palermo in die Gruppenphase gestartet; im dritten Spiel steht die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel am 30. November gegen den Tabellenführer der Gruppe H Newcastle United bereits mit dem Rücken zur Wand. Die Engländer feierten in Palermo einen überraschenden 1:0-Sieg.

Fünf Tage nach der 0:2-Niederlage beim FC Bayern München in der Bundesliga ließ Funkel kräftig rotieren: Der überraschenden Umstellung fielen unter anderen die beiden torgefährlichsten Offensivspieler der vergangenen Wochen, Ioannis Amanatidis und Albert Streit, zum Opfer. Dafür durfte Mittelfeld-Mann Huber zum ersten Mal von Anfang an ran; der 21-Jährige bedankte sich mit seinem ersten Treffer für die Hessen.

Funkel begründete die Rotation mit dem anstrengenden Tanz seiner Mannschaft auf drei Hochzeiten - Bundesliga, DFB-Pokal und Uefa-Cup: „Ich habe die Spieler draußen gelassen, die in den vergangenen Wochen die meisten Partien absolviert haben.“ Die Umstellung trug allerdings nicht zur Sicherheit in den Reihen der harmlosen Eintracht bei. Der Tabellen-13. der Bundesliga ließ sich von den Spaniern total den Schneid abkaufen und in die Defensive drängen. Mit dem Pressing von Celta Vigo kamen die Frankfurter überhaupt nicht zurecht, die eigenen Bälle wurden planlos nach vorn geschlagen, eine Struktur war im Spiel der Gäste nicht zu erkennen.

Beim Führungstreffer setzte sich Perera am Fünf-Meter-Raum mit List und Tücke gegen den allzu zaghaften Huber durch, der seinen Fehler sieben Minuten später mit seinem Ausgleichstreffer aus 15 Metern ins lange Eck aber wieder gut machte. Dabei schien die komplette Abwehr der Spanier zu schlafen, Huber war beim einzigen Schuss der Frankfurter auf das Tor der Spanier ungedeckt. Echte Chancen spielte sich danach nur noch Vigo heraus. Der agile Uruguayer Ernesto Canobbio scheiterte am Frankfurter Torhüter Oka Nikolov (32.), der Stammkeeper Markus Pröll (Rippenprellung) würdig vertrat.

Nach der Pause kamen die Frankfurter zwar besser ins Spiel und steigerten sich auch kämpferisch, schwächten sich dann aber selbst: Nach zwei dummen Fouls innerhalb von fünf Minuten flog Meier vom Platz. Wenig später vergab Perera die Riesenchance zum 2:1 (63.) für die Spanier, die in den letzten 20 Minuten auch mit dem eingewechselten Ex-Wolfsburger Fernando Baiano nicht mehr zum erhofften Siegtreffer kamen. Der gut aufgelegte Nikolov rettete seiner Mannschaft beim Freistoß von Nené (76.) den Punkt.

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