UEFA-Pokal
Leverkusen droht nach Pleite Erstrunden-Aus

Nach einer weitgehend ideenlosen Vorstellung droht Bayer Leverkusen schon in der ersten Runde das Aus im UEFA-Pokal: Trotz eines Sturmlaufs in der zweiten Halbzeit verlor der Fußball-Bundesligist vor 20 000 Zuschauern in der BayArena mit 0:1 gegen ZSKA Sofia.

HB LEVERKUSEN. Den Treffer für den bulgarischen Meister, der in der Champions-League-Qualifikation am FC Liverpool gescheitert war, erzielte Jordan Todorow (15. Minute). Die beste Chance zum Ausgleich vergab Juan, der in der 87. Minute aus kurzer Distanz freistehend an Torhüter Dejan Maksiv scheiterte. Im Rückspiel am 29. September muss sich Bayer klar steigern, um die Gruppenphase noch zu erreichen.

Trainer Klaus Augenthaler setzte in seiner Startelf auf die in der Bundesliga nach ihren Roten Karten aus dem Spiel gegen Wolfsburg gesperrten Roque Junior und Marko Babic. Im Angriff sollte vor allem der bei ZSKA Sofia groß gewordene Dimitar Berbatow gegen seine Landsleute für Unruhe sorgen. In der 5. Minute gab Athirson den ersten Warnschuss ab, doch Maksic konnte den auf dem nassen Boden gefährlich aufsetzenden Ball abklatschen.

Danach zeigten sich die Bulgaren jedoch taktisch und kämpferisch überlegen. Schon früh störten sie das Leverkusener Aufbauspiel und zwangen den Gastgeber so zu Fehlern. Gleich der erste grobe Patzer in der Bayer-Defensive führte zum Gegentor: Nach einem hohen Diagonal-Ball aus dem Mittelfeld verschätzte sich Athirson auf der rechten Abwehrseite anfängerhaft beim Kopfball. Davon profitierte der hinter dem Brasilianer lauernde Todorow, der allein auf Jörg Butt zulaufen konnte und flach zur Gästeführung einschoss.

Weil Leverkusen auch danach ohne Spielwitz agierte, blieben große Tormöglichkeiten aus. Im Mittelfeld fehlte ein Ideengeber, der die kompakte Defensive des 30-maligen bulgarischen Meisters in Bedrängnis gebracht hätte. Im Angriff waren Andrej Woronin und Berbatow zwar viel in Bewegung, wurden aber zu oft mit hohen, langen Bällen angespielt.

Die Bulgaren, die sich gut organisiert, aber keineswegs als übermächtiger Gegner präsentierten, konnten Ballgewinne immer wieder zu gefährlichen Kontern nutzen. Glück hatte Leverkusen in der 41. Minute, als ein Treffer von Emil Gargarow wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben wurde.

Erst nach der Pause zeigte Leverkusen bei zunehmendem Regen das nötige Engagement und verlagerte das Spiel weiter in die Hälfte der Bulgaren. Babic verzog aus halblinker Position nur knapp (58.), Berbatow, setzte einen Kopfball nach einem Freistoß von Bernd Schneider an den Außenpfosten (76.).

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