UEFA
Verband will weniger Macht für Investmentfonds

Die UEFA sieht den Fußball durch sportferne Vereinsbesitzer gefährdet und will dagegen vorgehen. Es sei „eine Schande“, wenn die Rechte an Spielern bei finanziellen Einrichtungen lägen, findet Verbandspräsident Platini.
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BilbaoDie Europäische Fußball-Union (UEFA) hat dem Vormarsch von Investmentfonds im Profi-Fußball den Kampf angesagt. „Wir werden es nicht hinnehmen, dass die Rechte an Spielern sich im Besitz finanzieller Einrichtungen befinden“, sagte UEFA-Präsident Michel Platini in Bilbao in Nordspanien vor einer Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees. „Früher waren die Vereine die Besitzer gewesen, jetzt sind es Finanzunternehmen. Das ist eine Schande.“ Die UEFA werde darum kämpfen, dies zu ändern.

Er habe dem Weltverband FIFA bereits vorgeschlagen, gemeinsam den Einstieg von Fonds bei den Vereinen anzugehen. „Wenn die FIFA dazu keine Entscheidung trifft, werden wir dies tun“, kündigte Platini nach spanischen Medienberichten vom Donnerstag an. „Ich weiß, dass die EU-Kommission unser Vorhaben unterstützt.“

Illegale Wetten und die Manipulation von Spielausgängen bilden nach Ansicht von Platini eine größere Gefahr für den Fußball als Rassismus oder gewaltsame Fan-Ausschreitungen. „Rassismus und Gewalt betreffen die Zuschauer. Wettbetrug und Manipulation betreffen dagegen den Sport direkt, den wir lieben“, sagte der UEFA-Präsident. „Von welchem Interesse ist ein Spiel, wenn das Resultat vorher ausgekungelt wurde?“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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