Fußball
Ukraine löst Ticket - England und "Oranje" siegen

Die Ukraine hat sich erstmals durch ein 1:1 in Georgien in der Geschichte für eine WM-Endrunde qualifiziert. England, Frankreich, Polen und die Niederlande feierten Erfolge und haben gute Aussichten auf die WM-Teilnahme.

Erstmals in der Geschichte geht eine Weltmeisterschaft mit der Ukraine über die Bühne. Das Team von Nationaltrainer Oleg Blochin steht neben Gastgeber Deutschland als zweiter europäischer Teilnehmer an der WM-Endrunde 2006 fest. Die Osteuropäer kamen beim Qualifikations-Großkampftag in Europa am Samstag mit 22 Spielen zwar nur zu einem 1:1 in Georgien, profitierten aber vom 2:2 zwischen den Konkurrenten Türkei und Dänemark am Abend. Damit ist die Ukraine, die erstmals ein großes Turnier erreichte, nicht mehr von der Spitze der Gruppe 1 zu verdrängen.

Quintett mit guten Chancen

Gute Aussichten für die WM-Qualifikation erarbeiteten sich England, Polen, Frankreich, die Niederlande und Schweden. Das Fußball-Mutterland konnte sich durch das "Tor des Tages" von Chelseas Joe Cole zum 1:0 in Cardiff gegen Wales für die 1:4-Schmach in Kopenhagen gegen Dänemark rehabilitieren, feierte zudem den sechsten Sieg in der Gruppe sechs und ist bei einem Unentschieden noch ungeschlagen. England liegt weiter mit 19 Punkten auf dem zweiten Platz zwei Punkte hinter Polen, das nach einem 3:2 gegen Österreich aber ein Spiel mehr auf dem Konto hat.

Wieder mit besten Chancen ist Ex-Weltmeister Frankreich, der beim 3:0 gegen die Färöer nach 283 Minuten endlich das erste Heimtor der Qualifikation verbuchte. Djibril Cisse von Champions-League-Sieger FC Liverpool traf zweimal. Die "Equipe Tricolore" zog nach dem ersten Pflichtspiel mit Zinedine Zidane nach dessen Comeback in der Gruppe vier mit Spitzenreiter Schweiz (1:1 gegen Israel) und dem spielfreien Irland gleich. Alle drei Teams sind nach sieben Spielen noch ungeschlagen und haben 13 Punkte auf dem Konto.

Ebenfalls zu einem knappen 1:0 durch das Tor von Ruud van Nistelrooy kamen die Niederlande mit dem Hamburger Verteidiger Khalid Boulahrouz in Armenien und bauten nach dem achten Sieg im neunten Spiel bei einem Unentschieden mit 25 Punkten die Führung in der Gruppe 1 aus. Denn der schärfste Verfolger Tschechien mit dem Dortmunder Jan Koller liegt nach einem 0:2 in Rumänien nun schon vier Punkte zurück.

Schweden ist in der Gruppe acht nach einem 3:0 gegen Bulgarien auf dem besten Weg zur WM und hat nach dem sechsten Sieg 18 Punkte auf dem Konto. Fredrik Ljungberg, Olof Mjellberg und Zlatan Ibrahimovic zerstörten mit ihren Toren auch die letzten Hoffnungen von Leverkusens Dimitar Berbatow und den Bulgaren, doch noch die WM-Endrunde zu erreichen. Berbatow und Co. haben nur noch theoretische Chancen auf Platz zwei. Die Tabellenspitze behauptete Kroatien mit einem Punkt Vorsprung durch ein 3:1 in Island. Das von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus trainierte Ungarn hat trotz eines 4:0-Erfolges über Malta kaum noch Chancen.

Grosso rettet Italien einen Zähler

Wertvolle Punkte büßte Italien ein. Der eingewechselte Fabio Grosso bewahrte den dreimaligen Weltmeister vor der zweiten Pleite in der Qualifikation und rettete mit seinem Tor das 1:1 in Glasgow gegen Schottland. Die Mannschaft von Nationaltrainer Marcello Lippi steht mit nunmehr 14 Punkten aber weiterhin an der Spitze der Gruppe 5. Verfolger Norwegen verkürzte den Rückstand durch ein 3:2 in Slowenien auf zwei Zähler.

© SID

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