Fußball
Ukraine will mit Sieg WM-Teilnahme sichern

Durch einen Sieg im WM-Qualifikationsspiel in Georgien will die Ukraine Geschichte schreiben und die erste Teilnahme an einer Endrunde perfekt machen. Frankreich hingegen kämpft gegen die Färöer-Inseln um den Anschluss.

Außenseiter Ukraine will durch einen Sieg im Qualifikationsspiel in Tiflis gegen Georgien am heutigen Samstag (17.15 Uhr) die Sensation perfekt machen und das Ticket zur WM-Endrunde 2006 in Deutschland sichern. Die junge Republik wäre somit die erste europäische Mannschaft neben Gastgeber Deutschland, die sich für das große Turnier qualifizieren würde.

Mehr als 50 000 Anhänger werden sich am Europaplatz in Kiew versammeln und die Partie auf einer Großbildleinwand verfolgen. Eine ganze Nation zittert mit ihrer Nationalmannschaft, die sich seit der Unabhängigkeit 1991 noch nie für eine Endrunde bei EM oder WM qualifizieren konnte. Verantwortlich für den sensationellen Aufschwung ist neben Superstar Andrej Schewtschenko vom AC Mailand und dem Leverkusener Andrej Woronin vor allem Trainer Oleg Blochin.

Blochin: "Das Erreichen der Endrunde wäre der größte Erfolg meiner Karriere"

"Das Erreichen der Endrunde wäre der größte Erfolg meiner Karriere und ein Nationalfeiertag für das gesamte Land. Ich bin mir zu 99,9 Prozent sicher, dass wir in Deutschland dabei sind", sagt der 52 Jahre alte ehemalige Starstürmer, dessen Team sich in der Gruppe zwei immerhin mit Europameister Griechenland, dem WM-Dritten Türkei sowie Ex-Europameister Dänemark auseinandersetzen muss.

Auch Bundestrainer Jürgen Klinsmann ist der Siegeszug der Blochin-Truppe in den vergangenen Monaten nicht verborgen geblieben: "Die Ukraine ist unwahrscheinlich stark im Kommen. Sie hat eben nicht nur Schewtschenko." Umso größer allerdings war in Kiew die Enttäuschung, als Rekordmeister Dynamo in der Ausscheidung zur Champions League am Schweizer Vizemeister FC Thun scheiterte.

Einen Sieg in Basel gegen Israel vorausgesetzt, hätten aber auch die Eidgenossen als Spitzenreiter der Gruppe vier noch alle Möglichkeiten, sich für die WM-Endrunde zu qualifizieren. Erfolg versprechende Tabellenführungen können auch die Niederlande (in Armenien), Portugal (gegen Luxemburg), Italien (in Schottland), Polen (gegen Österreich) und Kroatien (auf Island) durch Siege ausbauen.

Frankreich will mit Sieg gegen die Färöer-Inseln Aufholjagd starten

Der weit höher eingeschätzte Ex-Weltmeister Frankreich hingegen darf sich in Lens gegen den Fußball-Zwerg von den Färöern keinen Ausrutscher erlauben, ansonsten ist die WM-Teilnahme ernsthaft in Gefahr; Coach Raynald Domenech wird nicht müde, seine Spieler vor Leichtsinn eindringlich zu warnen: "Das Spiel wird kein Selbstläufer. Der Gegner kommt nicht, um uns zu applaudieren, sondern will Geschichte schreiben."

Dies wird mit Sicherheit, unabhängig vom Spielausgang, Dorinel Munteanu tun. Der ehemalige Bundesliga-Profi vom 1. FC Köln und vom VfL Wolfsburg bestreitet ausgerechnet im Gheorghe-Hagi-Stadion von Constanza gegen Tschechien sein 126. Länderspiel und löst damit den Namensgeber der Arena als Rekord-Nationalspieler Rumäniens ab.

© SID

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