Ultimatum gestellt: Rummenigge warnt KNVB im Fall Robben

Ultimatum gestellt
Rummenigge warnt KNVB im Fall Robben

Im Streit um eine Millionenzahlung im "Fall Robben" hat Bayern München dem schweigsamen niederländischen Verband KNVB ein Ultimatum gestellt. Der FC Bayern sei "irritiert" über das lange Schweigen der Niederländer nach einem Gipfeltreffen, kritisierte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.
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"Wir erwarten in nicht allzu ferner Zukunft eine Antwort der Holländer", sagte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge der tz: "Wenn wir keine befriedigende Lösung mit den Holländern finden, werden wir auf jeden Fall klagen. Das sage ich ganz deutlich." Diesen Beschluss habe auch der Bayern-Aufsichtsrat am Montag getroffen.

Rummenigge erklärte, dass man "irritiert" sei, dass die Niederländer sich nach einem Gipfeltreffen in München bisher nicht gemeldet hätten: "Unser Gespräch mit den Herren ist auch schon zwei Wochen her, aber wir haben noch nichts von ihnen gehört - obwohl das eigentlich vereinbart war." In dem Streit geht es um einen Schaden im "höheren siebenstelligen Bereich" durch die Verletzung von Robben, den die Bayern nicht allein zahlen wollen.

FCB will van Gaal langfristig binden

Bei Robben war nach der Rückkehr aus dem Urlaub nach der Weltmeisterschaft ein fünf Zentimeter langer Muskelriss im linken Oberschenkel diagnostiziert worden, der den Offensivspieler mehrere Monate außer Gefecht setzt. Robben hätte laut Rummenigge mit der Verletzung nicht zur WM nach Südafrika reisen dürfen. Die Schuld dafür treffe die Niederländer und ihren Arzt, deshalb sollten sie auch zahlen.

Rummenigge sprach sich in dem Interview zudem für eine langfristige Zusammenarbeit mit Erfolgstrainer Louis van Gaal aus. "Warum soll 2012 Schluss sein? Man kann einen Vertrag auch viermal um ein Jahr verlängern", sagte der Bayern-Boss: "Ich kann mir gut vorstellen, dass er noch viel länger bleibt. Wenn etwas funktioniert, muss man versuchen, es aufrecht zu halten."

Van Gaal soll kurz vor einer Verlängerung seines zum Saisonende auslaufenden Vertrages bis 2012 stehen. "Er hat nicht unterschrieben. Aber ich bin optimistisch, dass wir die Dinge schon hinbekommen", sagte Rummenigge: "Wir arbeiten wunderbar zusammen und haben großes Vertrauen zueinander."

© SID

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