Umbau beim VfB
Stuttgart holt Trainer Zorniger

Klasse gehalten, Umbau begonnen: Unmittelbar nach dem Abschied von Trainer Huub Stevens stellt sich der VfB Stuttgart neu auf. Coach wird der ehemalige Leipziger Alexander Zorniger – kaum überraschend.
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StuttgartZwei Tage nach dem Klassenverbleib hat der VfB Stuttgart den großen Umbau angekündigt und wie erwartet Alexander Zorniger als neuen Cheftrainer bekanntgegeben. Selbst Präsident Bernd Wahler nannte den schwäbischen Fußball-Bundesligisten eine „Baustelle“. Sportvorstand Robin Dutt kritisierte in seinem Rundumschlag Vorgänger Fredi Bobic und stellte eine lange Mängelliste auf. „Wir sind am Samstag nochmal von der Schippe gesprungen. Das heißt nicht, dass wir die Intensivstation als VfB Stuttgart schon verlassen haben“, sagte Dutt bei einer einstündigen Pressekonferenz am Montag.

Als Nachfolger von Retter Huub Stevens soll der in Liga eins noch weitgehend unerfahrene Zorniger den deutschen Meister von 2007 aus dem Tabellenkeller wieder ins gesicherte Mittelfeld führen. Der frühere Trainer von Zweitligist RB Leipzig unterschreibt in Kürze einen Vertrag bis 2018 und nimmt seine Arbeit offiziell am 29. Juni auf. Der 47-Jährige vertrete eine Spielidee, die zur künftigen Spielkonzeption des VfB passe, meinte Dutt. „Daher ist er ein Kandidat, der zu unserem Aufbruch passt.“

Seine Bestandsanalyse mit einigen weiteren Personalien verband Dutt mit wenig schmeichelhaften Worten für die bisherigen Verantwortlichen auf allen Vereinsebenen - gemeint war vor allem Vorgänger Bobic, dessen Namen er jedoch nicht nannte. „Wir haben zu viele Spieler im Kader, für die es keinen Markt gibt“, sagte Dutt und stellte klar: „Es wird beim VfB Stuttgart bei der Kaderplanung keine One-Man-Show mehr geben.“ Der Umbruch nach dem Fast-Abstieg brauche aber Zeit.

Der 50-Jährige bemängelte auch das Scouting, das ohne klare Vorgaben stattgefunden habe. Künftig soll es eine einheitliche Spielkonzeption aller VfB-Mannschaften geben, die mit neuen Jugendtrainern umgesetzt werde. „Irgendwann haben wir vergessen, den Nachwuchs mitzunehmen. Es gibt hier kein gelebtes Spielkonzept, es ist keine Handschrift zu erkennen.“ Präsident Wahler, seit fast zwei Jahren im Amt, räumte ein es habe an Strategie und „sportlichem Konzept“ gefehlt.

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