Umfrage
Köln geht mit Podolski in die Werbeoffensive

Unmittelbar nach Bekanntgabe des Zehn-Millionen-Euro-Transfers von Lukas Podolski hat die Vereinsführung des 1. FC Köln schon die Marketing-Maschinerie in Gang gesetzt. Wer die Internetseite des Klubs besucht, muss sich durch die Werbung für Poldi-T-Shirts klicken – mit Verweis auf den Fanshop des Vereins.

KÖLN. Der FC macht Lukas Podolski zum neuen Aushängeschild. Zwar steht der Spieler noch bis zum Juli beim FC Bayern München unter Vertrag, doch schon jetzt verdient er Geld für die Kölner – per Merchandising. Der Stürmer soll ab sofort neue Werbe-Einnahmen generieren. „Podolski bietet großes Potenzial, das werden wir zu nutzen versuchen“, sagt FC-Geschäftsführer Claus Horstmann.

Eine naheliegende Strategie: Kaum ein anderer Spieler ist hierzulande so beliebt. Eine aktuelle Umfrage des Karlsruher Sport-Research-Beraters IFM Medienanalysen im Auftrag des Handelsblatts verdeutlicht das Potenzial: 26 Prozent der deutschen Fußballfans (Basis: 666 Befragte) sehen in Podolski den besten deutschen Stürmer. Nur der Münchener Stürmer Miroslav Klose (33 Prozent) rangiert höher in der Einschätzung. Der Leverkusener Patrick Helmes (14 Prozent) als Drittplatzierter und Stuttgarts Mario Gomez (zehn Prozent) als Vierter reichen der Umfrage zufolge nicht an Podolski heran. Bei den Frauen liegt Podolski im sportlichen Ansehen sogar auf Rang eins. „Die Umfragewerte verdeutlichen, dass Podolski trotz seiner Reservistenrolle beim FC Bayern nach wie vor bei den fußballinteressierten Deutschen als Top-Spieler wahrgenommen wird“, sagt André Bühler, Leiter der IFM Marktforschungsabteilung. „Dass er bei Frauen eine sehr hohe Zustimmung erfährt, eröffnet seinem künftigen Arbeitgeber bereits jetzt zusätzliches Vermarktungspotenzial.“

Nach Meinung der Mehrzahl der neutralen Fußballfans (57 Prozent) hat sich Podolski mit dem 1. FC Köln für den richtigen Verein entschieden. 30 Prozent halten den Vereinswechsel für falsch, 13 Prozent zeigen sich in der Umfrage unentschlossen. Dem FC ist der Wert des Werbeträgers bewusst: Ein stattlicher Teil der Ablösesumme ist Berichten zufolge an die Beliebtheit des neuen Stars gekoppelt. Demnach überweist der Verein nur 7,5 Mio. Euro nach München, weitere rund 2,5 Mio. Euro soll unter anderem ein Freundschaftsspiel gegen Bayern einbringen. „Die letzten Millionen werden reingeschunkelt“, schreibt der Kölner Express. Der Star soll sogar den Bierkonsum ankurbeln. „Poldis Rückkehr wird sich sehr positiv auf den Kölschverkauf im und um das Stadion auswirken“, sagt Thomas Deloy, Marketingleiter der Privatbrauerei Gaffel, einem Sponsor des Klubs.

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