Umjubelte Messi-Rückkehr
„Gauchos“ wirbeln weltmeisterlich

Der zweimalige Weltmeister Argentinien hat sich mit einem eindrucksvollen 6:0 (3:0)-Sieg gegen Serbien und Montenegro endgültig in den Kreis der absoluten Top-Favoriten auf den WM-Titel gespielt. Die Defensivkünstler vom Balkan, für die es in diesem zweiten Gruppenspiel nach der Niederlage gegen die Niederlande bereits um alles oder nichts ging, erlebten dagegen ein regelrechtes sportliches Waterloo. Holen die Niederlande am Abend gegen die Elfenbeinüste mindestens einen Punkt, haben die Argentinier ihr Achtelfinalticket gelöst und das WM-Aus des Teams von Trainer Ilija Petkovic ist endgültig besiegelt.

GELSENKIRCHEN. Vor der WM war der "Göttliche" über Monate hinweg der größte Kritiker von José Pekerman, hätte den Trainer der "Albiceleste" am liebsten selbst abgelöst. Doch nun hüpfte "kleines dickes Maradona" auf der VIP-Tribüne des mit 52 000 Zuschauern ausverkauften Gelsenkirchener WM-Stadions wie schon beim Auftaktsieg gegen die Elfenbeinküste wie ein Gummiball auf und nieder und wollte sich im traditionellen hellblau-weißen Nationaltrikot seines Landes gekleidet gar nicht mehr einkriegen vor Begeisterung. Man stelle sich mal Franz Beckenbauer oder Lothar Matthäus so vor. Aber so ist eben Maradona. Mal himmelhoch jauchzend, mal zu Tode betrübt.

Dieses Mal hatte allen Grund, begeistert zu sein. Denn was die Argentinier am Freitagnachmittag auf dem Rasen in der geschlossenen "Halle" auf Schalke zeigten, war eines neuen Weltmeisters würdig. Sie agierten von der ersten bis zur letzten Minute kontrolliert und taktisch unglaublich diszipliniert. Souverän in der Abwehr, variabel und ideenreich im Mittelfeld und eiskalt vor dem Tor diktierten sie das Geschehen auf dem Platz nach Belieben spielten sie mit den am Ende völlig in sich zusammenbrechenden Europäern über weite Strecken Katz und Maus. Das Ergebnis waren sechs blitzsaubere Tor durch Rodriguez (6./41.), Cambiasso (31.), Crespo (78.), Tevez (84.) und Messi (88.) - eines schöner als das andere.



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"Ich glaube, wir spielen schon auf einem sehr hohen Niveau, aber wir haben noch Luft nach oben", meinte Spielmacher Juan Riquelme und weckte beim möglichen Viertelfinalgegner der deutschen Mannschaft Hoffnungen auf den dritten WM-Triumph nach 1978 und 1986: "Unser Kader passt einfach. Ich hoffe, dieses Spiel hat nicht nur uns, sondern auch den Zuschauern viel Spaß gemacht."

Auch Trainer José Pekerman zeigte sich nach der Fußball-Gala seiner Mannschaft rundherum zufrieden. "Es sieht jetzt so aus, als sei die Gruppe für uns kein Problem gewesen", sagte der Coach und lobte nach dem bisher höchsten Turniersieg der "Gauchos" die "tolle Mannschaftsleistung". "Aber es bleibt eine schwere Gruppe. Doch jetzt wollen wir natürlich auch Gruppensieger werden und werden uns voll auf das Spiel gegen die Niederlande konzentrieren." Es sei immer der Plan der Argentinier gewesen, die ersten beiden Gruppenspiele zu gewinnen, und dann gegen Holland anzutreten. "Das wird ein großes Match", sagte Pekerman mit Blick auf das letzte Gruppenspiel am Mittwoch.

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