Umsatzwachstum: Das runde Geschäft mit dem Fußball

Umsatzwachstum
Das runde Geschäft mit dem Fußball

Auch in Krisenzeiten bleibt das Fußballgeschäft ein Wachstumsmarkt. Dabei setzen deutsche Teams auf andere Einnahmequellen als englische oder spanische Vereine. Fakt ist: Ohne sportlichen Erfolg geht es nicht.
  • 0

DüsseldorfDie großen europäischen Fußballclubs haben auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ihre Umsätze erneut steigern können. Das geht aus dem aktuellen Umsatzreport der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hervor. Deloitte hat auch dieses Jahr die 20 umsatzstärksten Fußballclubs der Welt in seiner „Football Money League“ zusammengetragen und deren Finanzkraft in einem Ranking aufgelistet.

Zunächst wird deutlich, dass sich an der sportlichen und wirtschaftlichen Vorherrschaft der fünf großen europäischen Ligen (England, Italien, Deutschland, Spanien, Frankreich) in der vergangenen Saison nichts geändert hat. Vereine aus Osteuropa oder gar anderen Regionen der Welt haben weiterhin einen enormen Rückstand auf die westeuropäischen Clubs, die ihre Rangstellung festigen konnten. Die 20 größten Clubs haben in der Saison 2011/2012 über 4,8 Milliarden Euro eingenommen, das entspricht einem Zuwachs von zehn Prozent – bemerkenswert in wirtschaftlich so turbulenten Zeiten.

Der spanische Meister Real Madrid ist mit 512,6 Millionen Euro Umsatz pro Jahr der unangefochtene Spitzenreiter sowie der erste Club überhaupt, der die magische 500-Millionen-Marke beim Umsatz knacken konnte. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Spanien wirkt diese Zahl noch beeindruckender. Platz zwei belegt der große Rivale FC Barcelona. Es folgen Manchester United, der FC Bayern München und der FC Chelsea aus London - alles wie gehabt.

Die größten Sprünge nach oben haben Manchester City, Borussia Dortmund und der SSC Neapel gemacht. Diese Teams haben es auf Grund von überragenden sportlichen Leistungen und daraus resultierenden Zusatzeinnahmen aus Uefa-Prämien und Fernsehgeldern geschafft, jeweils fünf Plätze im Deloitte-Ranking gutzumachen.

Deloitte hat den ermittelten Jahresumsatz in drei Kategorien aufgeteilt: Spieleinnahmen, Einnahmen aus Übertragungsrechten sowie Werbe- und Sponsoreneinnahmen. Hier werden schon strukturelle Unterschiede zwischen den Ligen deutlich: Während sowohl spanische als auch englische Vereine einen Großteil ihrer Einnahmen aus Fernsehgeldern schöpfen, sind es bei Teams aus der Bundesliga vor allem lukrative Werbe- und Sponsorenverträge, die den Bärenanteil am Umsatz ausmachen.

Seite 1:

Das runde Geschäft mit dem Fußball

Seite 2:

Deutsche Teams setzen auf lukrative Sponsorendeals

Kommentare zu " Umsatzwachstum: Das runde Geschäft mit dem Fußball"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%