Fußball
Underdog aus Thun wittert Morgenluft

Nach dem ersten Sieg in der Champions League will der FC Thun heute Abend (20.45 Uhr) bei Ajax Amsterdam "zumindest einen Punkt" holen. Bei Manchester United und Arsenal London träumt man sogar schon vom Titelgewinn.

Nach nur zwei Spielen in der "Königsklasse" hat der FC Thun die Rolle des Underdogs bereits weit hinter sich gelassen und tritt vor dem Duell gegen den nächsten "Großen" mit breiter Brust auf. Die Verantwortlichen des Schweizer Vizemeisters haben scheinbar sämtlichen Respekt vor großen Namen verloren und sehen sich selbst vor der heutigen Partie des dritten Spieltags beim sechsmaligen Europapokalsieger Ajax Amsterdam (20.45 Uhr/live bei Premiere) als Favorit.

"Ein Remis ist wirklich nur das Mindeste"

"Ich bin fest davon überzeugt, dass wir zumindest einen Punkt holen können, wenn wir unsere Topform erreichen. Aber ein Remis ist wirklich nur das Mindeste, was wir holen wollen", sagte Coach Urs Schönenberger mit fast unumstößlichen Selbstvertrauen vor der Begegnung mit dem 29-maligen niederländischen Meister in der Gruppe B.

Die unglückliche Niederlage in der Nachspielzeit zum Auftakt beim englischen Pokalsieger FC Arsenal und der Sieg zuletzt gegen den tschechischen Meister Sparta Prag ließ die Brust aller Angehörigen des Provinzklubs aus dem Berner Oberland mit dem Mini-Jahresetat von drei Mill. Euro mächtig anschwellen.

"Ich habe festgestellt, dass die Ajax-Fans schnell ungeduldig werden. Das könnte uns zusätzlich in die Karten spielen", erklärte Schönenberger. Der 46-Jährige, dessen Team am Wochenende 5:1 gegen den FC St. Gallen gewann, lässt sich auch von Verletzungssorgen nicht aus der Ruhe bringen: "Es ist richtig, dass wir derzeit keine großen Möglichkeiten haben, denn ich habe gerade noch 16 gesunde Spieler. Dennoch wollen wir unsere Chance suchen."

Arsenal und "Manu" träumen vom Titel

Ihre Chance auf den ganzen großen Wurf wittern in dieser Saison auch die beiden englischen Topklubs Arsenal und Manchester United. Spieler und Trainer beider Teams von der Insel haben vor ihren heutigen Aufgaben ihre Ambitionen auf den Titelgewinn unterstrichen.

"Mein Leben wäre nicht erfüllt, wenn ich es nicht schaffen würde. Aber ich werde es schaffen, dessen bin ich mir ganz sicher", philosophierte Arsenals Teammanager Arsene Wenger vor dem Spiel in Prag. Wann der ersehnte Triumph des im Europapokal immer wieder versagenden 13-maligen englischen Titelträgers Wirklichkeit werden wird, weiß allerdings auch Wenger nicht. "Vielleicht in diesem Jahr, vielleicht nächstes Jahr, vielleicht in zwei Jahren. Aber eines Tages werden wir es ganz sicher schaffen", erklärte der 55-Jährige, der in Prag weiterhin auf Stürmerstar Thierry Henry (Leistenverletzung) verzichten muss.

Giggs: "Wir haben uns verbessert"

Präziser als Wengers Angaben sind die von Ryan Giggs, der mit Manchester in diesem Jahr den Pokal holen will. "Wir fühlen, dass wir in dieser Saison die große Chance haben. Letztes Jahr sind wir am sehr starken AC Mailand gescheitert, aber wir haben uns verbessert", sagte der walisische Nationalspieler vor der Partie gegen den französischen Vizemeister OSC Lille in der Gruppe D.

Auf dem Weg zum Titel will sich auch der spanische Meister FC Barcelona nicht aufhalten lassen und in der Bremer Gruppe C bei Panathinaikos Athen gewinnen. In der Gruppe A kämpfen Rapid Wien und der FC Brügge wohl nur noch um den dritten Platz hinter Bayern München und Juventus Turin. Dagegen wollen Benfica Lissabon und der FC Villarreal neben Manchester in der Gruppe D ins Achtelfinale einziehen.

© SID

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